Kemptener Feuerwehr lädt zum Neujahrsempfang in die Hauptwache

Im Zeichen der Veränderung

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Stadtbrandrat Andreas Hofer (links) spricht vor zahlreichen Gästen in der Hauptfeuerwache in der Rottachstraße zum Thema „Veränderungen”.

Kempten – Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und anderen Rettungs- und Sicherheitsorganisationen waren jetzt der Einladung der Kemptener Feuerwehr zum traditionellen Neujahrsempfang in der Hauptfeuerwache in der Rottachstraße gefolgt. Das Motto des Abends lautete „Veränderungen”.

So ging Stadtbrandrat Andreas Hofer in seiner Ansprache zwar sowohl auf technische als auch auf personelle Veränderungen ein. Sein besonderes Augenmerk galt aber den Veränderungen in der Gesellschaft, in der das Ehrenamt wieder an Bedeutung gewinne. Gleichzeitig verändere sich das Ehrenamt in Art und Belastung, was durch die Aufgabenverteilung in der Feuerwehr selbst und materiell durch den Träger der Feuerwehr, die Stadt Kempten, ausgeglichen werden müssen, so Hofer. Vor allem die materielle Unter- stützung durch die Stadt sei zwar überdurchschnittlich gut. Allerdings sei auch eine immaterielle Unterstützung durch die Stadt notwendig, wenn es darum gehe neue Mitglieder zu werben. 

Gleiches gelte, wenn es darum gehe, den Einwohnern und Arbeitgebern deutlich zu machen, dass es sich trotz der Größe der Feuerwehr Kempten nicht um eine Berufsfeuerwehr, sondern um eine ehrenamtliche handle, die Unterstützung brauche. 

 Zum Abschluss dankte der Stadtbrandrat den anwesenden Mandatsträgern der Stadt und OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) für die Unterstützung der Feuerwehr in der Vergangenheit. OB Netzer stellte die Frage in den Raum, was es brauche, dass sich die Einwohner einer Stadt wohlfühlen können. Er stellte fest, dass es zum einen an der Entwicklung der Stadt und ihrer Traditionen hänge, zum anderen daran, dass die Entscheidungen, die von Gremien getroffen werden, von den Einwohnern zustimmend angenommen werden. Zum Dritten strich er das soziale Engagement heraus, das unbedingt notwendig sei, wenn ein Zusammenleben tatsächlich funktionieren soll. Da sich speziell die Kräfte der Feuerwehr hier einbringen würden, indem sie zum Beispiel nachts aufstehen, um Hilfe zu leisten, unterstütze der Stadtrat die Feuerwehr gerne. 

 Ähnlich wie zuvor schon Stadtbrandrat Hofer sah er die Bedeutung, dass dabei aber niemand überfordert werden dürfe. Dafür müsse die Stadt die Rahmenbedingungen schaffen. In diesem Zusammenhang sprach er sich auch klipp und klar für die Freiwillige Feuerwehr aus. 

Witziger Rückblick 

 Der bereits traditionelle Jahresrückblick durch Josef Schweinberg durfte auf dem Neujahrsempfang in der Rottachstraße ebenfalls nicht fehlen. Schweinberg präsentierte die Ereignisse des vergangenen Jahres in Reimform und in Mundart, wobei sich der ein oder andere einige Spitzen gefallen lassen musste, was aber durchwegs mit Humor aufgenommen wurde. Zur Tradition des Neujahrsempfangs gehören Ernennungen und Beförderungen. Zunächst aber galt es, Dominik Herfort als Leiter der Jugendgruppe der U14-Jährigen zu verabschieden und Sven Schwaderlapp als seinen Nachfolger zu bestellen. Ebenso wurde der bisherige Stadtjugendwart Andreas Walk verabschiedet und sein Nachfolger Thorsten Giebitz in sein neues Amt eingeführt. Hofer bedankte sich bei den scheidenden Amtsträgern für die geleistete Arbeit und wünschte ihren Nachfolgern viel Glück. 

Beförderung für Hager 

Bei den Beförderungen wurde Thomas Mayer von der Löschgruppe 11 Stadtweiher zum Löschmeister und Stefan Hager, Zugführer des Löschzugs 2 in der Hauptwache, zum Oberbrandmeister befördert. Zuletzt wurde der Leiter des Teams Öffentlichkeitsarbeit, Florian Fastner verabschiedet. Er legt sein Amt aus beruflichen Gründen nieder. Zum Nachfolger wurde Christoph Sirch ernannt.

kb

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