Traum wird nicht zur Realität

Die Erfolgsserie des VfB Durach im Bayrischen Totopokal ist gestoppt. Die wackeren Duracher unterlagen am Mittwochabend dem Drittligisten SSV Jahn Regensburg mit 0:4. Am Ende feierten die Zuschauer das Team dennoch für seine im Pokal gezeigten Leistungen.

Spielbestimmend in der Anfangsphase des Toto-Pokal Viertelfinales auf bayrischer Ebene in Durach waren nicht die Profis aus Regensburg, die bereits vormittags angereist waren und sich in einem Gasthof vor der Partie ausschliefen. Nein, es waren die Amateure des VfB Durach, dessen Spieler teilweise von ihren Arbeitsstellen kamen, sich teilweise frei nehmen mussten, und das Geschehen in der Anfangsphase trotzdem dominierten. Daniel Mohr und Steffen Wachter hatten die erste große Tormöglichkeit für die Allgäuer. Während der Schuss von Mohr nach sieben Minuten knapp am Tor vorbeiging, lenkte der Torwart der Regensburger den platzierten Freistoß von Steffen Wachter gerade noch um das Tor. Die mehr als 700 Zuschauer in Durach hatten schon den Torschrei auf den Lippen. Gar nicht auszudenken, wie das Spiel ausgegangen wäre, hätten die Duracher ihre zwei hochkarätigen Chancen besser ausgenutzt. Abgezockte Profis Und genau in der Chancenauswertung lag an diesem Tag der Unterschied. Die Profis aus Regensburg ließen den Durachern zwar mehr Raum als die bisherigen Gegner der Allgäuer wie Aindling, Memmingen, Kottern und andere, waren aber nach der fulminanten Anfangsphase der Platzherren dann stets Herr der Lage und gingen in der 17. Minuten mit 1:0 in Führung. Jeder der Zuschauer wusste nun, dass es sehr schwer für den VfB Durach werden würde, als Sieger vom Platz zu gehen. Der VfB steckten aber nicht auf und spielten weiter gut mit. Als nach einer halben Stunde Spielzeit der SSV Jahn auf 2:0 erhöhte, war allen klar, dass die Siegesserie der tapferen Duracher an diesem Tag zu Ende gehen würde. Doch die Heimmannschaft kam weiter über die Außen immer wieder vor das Tor der Regensburger, konnten sich aber vor der Pause nicht mehr entscheidend in Szene setzen. So ging es mit einem 0:2-Rückstand in die Kabinen. Nach Wiederbeginn versuchten die Hausherren weiter über die Außenbahnen noch einmal heranzukommen, doch die abgebrühten Profis erzielten zehn Minuten nach dem Seitenwechsel das 3:0. Damit war die Partie entschieden. Trotzdem gefeiert Die Allgäuer spielten und kämpften aber tapfer weiter und kamen sogar zu der einen oder anderen Chance, wenigstens den Ehrentreffer zu erzielen. Aber es sollte an diesem Tag einfach nicht sein. In der Nachspielzeit erhöhten die Gäste dann auf 4:0 und besiegelten damit endgültige die erste Niederlage der Duracher im Totopokal. Die Zuschauer spendeten den Gastgebern nach dem Abpfiff und später sogar noch nach der Pressekonferenz trotz ihrer Niederlage einen langen Applaus und würdigten somit die in den langen Pokalrunden gezeigten Leistungen. Selbst der sonst nicht so über Niederlagen erfreute Trainer Peter Christl sagte stolz über seine Mannschaft: „Wir haben eine geile Pokalrunde gespielt.“

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