Traumhafte Klassenstärken

Durchschnittlich 21,1 Schüler werden im kommenden Schuljahr in einer Kemptener Grundschulklasse sitzen, 19,7 an der Hauptschule – das seien hervorragende Bedingungen, frohlockte Schulrat Johann Fasser vergangene Woche im Schul- und Kulturausschuss. Grund dafür seien mehr Lehrerstunden vom Freistaat. Gleichzeitig lobte er die städtischen Investitionen in die Grund- und Hauptschulen.

Für Klassen mit über 25 Schülern und solche, die viele Schüler mit Migrationshintergrund haben, gebe es jetzt mehr Lehrerstunden, erklärte Fasser. Insgesamt 400 für das kommende Schuljahr. Von den dadurch möglichen kleinen Klassen „können die weiterführenden Schulen nur träumen“, so der Schulrat. Das meinte auch der Konrektor der staatlichen Realschule, Stadtrat Siegfried Oberdörfer (SPD), der sehr große Klassen beklagte. An der Grundschule sei die Zahl der Klassen trotz sinkender Schülerzahlen sogar gestiegen, „da kann man pädagogisch ganz anders arbeiten“, meinte Fasser. An den Grundschulen gebe es zudem mehr als genug Lehrer, um den Bedarf zu decken. Etwas weniger, aber immer noch genug seien es im Hauptschulbereich, so Fasser auf Anfrage von Lothar Köster (SPD). Auch bei den gebundenen Ganztagsklassen gibt es neue Angebote. So gebe es nun neue Klassen an der Lindenberg-, der Haubenschloß- und der Nordschule „die Robert-Schuman-Schule steht Gewähr bei Fuß“, so Fasser. Eine offene Ganztagsbetreuung, also ohne feste Klassen, gebe des derzeit am Hildegardis-Gymnasium und an der Agnes-Wyssach-Schule. Mit insgesamt 206 Wochenstunden werden in Kempten bereits Kindergartenkinder mit Migrationshintergrund in Deutsch gefördert. Eine wertvolle Maßnahme, denn „je früher eine Förderung greift, desto besser“, erklärte der Schulrat. Auch für ältere „Sorgenkinder“ gebe es ein neues Angebot, nämlich das so genannte Straubinger Modell, dass die Robert-Schuman-Schule bald gemeinsam mit der Berufschule 1 realisiert (der KREISBOTE berichtete). „Ich habe noch nie erlebt, dass ein solches Modell so schnell so viel Zuspruch fand“, freute sich Fasser. Wesentlich bessere Rahmenbedingungen für die Zukunft versprach sich Fasser von den millionenschweren Baumaßnahmen an den Volksschulen, allen voran der Sutt- und der Konrad-Adenauer-Schule, die die Stadt kürzlich getätigt hat.

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