Zusätzlicher Service

Autofahrer können Parkscheine ab sofort auch mit dem Handy lösen

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(v.l.) Volker Reichle von der Stadtverwaltung, Georg Hiemer und Hildegard Kunze von der Verkehrsüberwachung, Mark Riedl von sunhill technologies und OB Thomas Kiechle bei der Vorstellung des Handyparkens.

Kempten – Manche von Ihnen kennen das bestimmt: Man fährt auf einen kostenpflichtigen Parkplatz und hat kein Kleingeld für den Automaten. Oder man sitzt länger als erwartet beim Arzt im Wartezimmer und die Parkzeit läuft ab. Beides ist künftig in Kempten kein Problem mehr,

denn seit Montag gibt es das Handyparken.

Vorteile vom Handyparken seien unter anderem die bargeldlose Bezahlung – der Parkschein kommt direkt auf das Handy –, die Möglichkeit, die Parkzeit im Rahmen der Höchstparkdauer von unterwegs aus zu verlängern und die automatische Erinnerung zehn Minuten vor Ablauf der Parkzeit, erläuterte Mark Riedl, Vertriebsleiter der Herstellerfirma sunhill technologies aus Erlangen bei der Vorstellung des Handyparkens am Montag auf dem Parkplatz Grabengasse/Pfeilergraben. Um den Service nutzen zu können, muss nur die App „TraviPay“ heruntergeladen werden. Eine Registrierung ist nicht erforderlich. Wer kein internetfähiges Handy hat, kann den Service auch per SMS nutzen. Abgerechnet wird über den Mobilfunkanbieter. Auch mit Prepaid-Handy ist die Nutzung möglich.

„Das ist ein zusätzlicher Service für die Bürger“, betonte Volker Reichle, Abteilungsleiter Verkehrswesen im Amt für Tiefbau und Verkehr. Die Automaten können natürlich auch wie bisher genutzt werden. Wer das Handyparken nutzen möchte, findet alle nötigen Informationen seitlich auf allen Parkautomaten.

Mit dem Handyparken ist nun der entsprechende Beschluss des Verkehrsausschusses vom Juli umgesetzt worden (der Kreisbote berichtete). Für die Bürgerinnen und Bürger soll das Parken in der Stadt dadurch attraktiver und einfacher gestaltet werden. Kosten für den zusätzlichen Service entstehen der Stadt dadurch übrigens nicht, die tragen die Nutzer. Das sind 14 Cent Transaktionsgebühr plus 14 Prozent der Parkgebühr zusätzlich zur Parkgebühr. Statt einem Euro zahlen die Handyparker also beispielsweise 1,28 Euro, statt zwei Euro 2,42 Euro.

sunhill technologies bietet das Handyparken in mittlerweile über 120 Städten und Gemeinden an, zum Beispiel auch in Oberstdorf, Bad Hindelang sowie in Berlin, Nürnberg und Düsseldorf. „Es wird sehr positiv angenommen“, so Riedl. Für Geschäftsreisende habe es zudem den Vorteil, dass mit der App jederzeit alle Parkvorgänge auf einen Blick abrufbar sind und die Quittungen für jede Transaktion zum Download bereit stehen.

Auch wenn bei Handyparkern kein Parkschein mehr hinter der Windschutzscheibe liegt, können die Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung prüfen, ob einer gelöst wurde. Dazu muss nur das Kennzeichen ins Gerät eingegeben werden und schon ist zu sehen, ob ein Parkschein via Handy gekauft wurde.

Melanie Weidle

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