CSU und Grüne küren kommende Woche ihre OB-Kandidaten

Woche der Entscheidungen

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Grünen-Stadtrat Thomas Hartmann wird am Donnerstag vor die Aufstellungsversammlung treten.

Kempten – Die Spannung steigt: Mit der CSU und den Grünen werden in der kommenden Woche die beiden womöglich größten Gegenspieler bei der Kommunalwahl 2014 ihren OB-Kandi- daten bestimmen und bekannt geben.

Den Anfang macht die CSU am kommenden Montagabend, 1. Juli, die Grünen ziehen am Donnerstag, 4. Juli, mit ihrer Aufstellungsversammlung im Haus International nach. Antreten wird dabei zumindest ein kommunalpolitisch alter Bekannter. 

Grünen-Stadtrat Thomas Hartmann wird sich zum mittlerweile dritten Mal der Aufstellungsversammlung stellen. Entsprechende Informationen unserer Zeitung bestätigten sowohl Hartmann als auch Grünen-Kreisvorsitzender Uwe Vry vergangene Woche auf Anfrage gegenüber dem Kreisboten. „Er hat unsere Unter- stützung”, betonte Vry. Durchaus denkbar und für die Grünen nicht unüblich ist allerdings, dass am Donnerstagabend aus der Versammlung heraus selbst noch Kandidatenvorschläge kommen werden, wovon Vry und Hartmann ausgehen. „Unsere Basis ist manchmal ein bisschen anders, als sich der Vorstand das vorstellt”, so Vry. Diese Erfahrung habe man in der Vergangenheit auch schon in Kempten machen müssen. Andererseits sei diese Art der Basisdemokratie ein Markenzeichen der Partei. Stadträtin Erna-Kathrein Groll habe dagegen entgegen anders lautender Zeitungsberichte bislang kein Interesse an einer Kandidatur gezeigt. Groll selbst wollte das auf Anfrage des Kreisboten jedoch nicht kommentieren. Gibt es am Donnerstag eine Überraschung? 

Kiechle oder Konrad? 

Zu den derzeit best gehütesten Geheimnissen in Kempten gehört dagegen der Name des CSU-Kandidaten. Eine gemeinsame Anzeigenkampagne (siehe Seite 2) von CSU und Freien Wählern (FW) lässt darauf schließen, dass der Nachname des Auserkorenen mit K beginnt. Er soll zunächst am kommenden Montagabend, 1. Juli, dem Kreisvorstand und anschließend im Rahmen einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die endgültige Entscheidung liegt schließlich am 25. Juli bei der Delegiertenversammlung. Da die CSU aus politischen Gründen und auch aufgrund des eigenen Selbstverständnisses kaum den FW den Kandidaten-Vortritt lassen wird, gilt als ausgemacht, dass derjenige ein Christsozialer ist. Fest steht nach unseren Informationen auch, dass es ein Allgäuer wird und dass es sich dabei nicht um Stadtrat Andreas Kibler handelt. 

 Fachlich qualifiziert 

Einiges spricht hingegen für Fraktionskollegen Thomas Kiechle. Der ist einigen in der Partei zwar zu brav, andererseits gilt er als jemand, der mit seiner bedachten und ausgleichenden Art Kompromisse finden und Brücken bauen kann. Außerdem genießt sein Name in der CSU einen sehr guten Ruf und ist auch in Kempten durch seinen Vater (Ex-Landwirtschaftsminister Ignaz Kiechle) bestens bekannt. Eine weitere Option wäre der junge Oberallgäuer Kreisvorsitzende Joachim Konrad. Sein beruflicher Werdegang als Bankkaufmann und Verwaltungswissenschaftler weißt ihn als einen durchaus geeigneten Kandidaten aus. Konrad war bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. FDP und ödp in Kempten wollen hingegen wie berichtet erst im September nach der Landtagswahl entscheiden, ob sie einen eigenen Kandidaten ins Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters schicken. SPD (Martin Bernhard) und Republikaner (Michael Ulmer) haben wie berichtet ihre Kandidaten bereits nominiert.

Matthias Matz

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