Baugerüst am Kirchturm

Teure Sanierung

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Das Gerüst umhüllt den Kirchturm. Der Zugang ist ebenfalls abgesichert worden.

Isny – Im Augenblick ist das Stadtbild Isnys als Silhouette nicht ganz in der gewohnten Form zu betrachten. Die Kirche St. Georg und Jakobus hat am Turm ein Schutzgerüst bekommen, um größere Schäden zu vermeiden.

Ein dringender Bedarf an aktuellen Baumaßnahmen wurde festgestellt und ein Schwingungsgutachten vom Ingenieurbüro Schütz hatte die prekäre Situation verdeutlicht. Rund 650 000 Euro wird die Sanierung kosten. 

Erst im Dezember war das Gotteshaus begast worden, um den Schädlingen im Holz den Garaus zu machen. Das reicht aber nicht. Nun ist die Sanierung des gesamten Turms notwendig geworden. Das Holz ist stark befallen gewesen, der Glockenstuhl aus Metall ist überdimensioniert und führt zu starken Schwingungen. Der Glockenstuhl wird komplett entfernt und durch eine Holzkonstruktion ersetzt, wie sie auch in der Nikolaikirche eingebaut wurde. Außenarbeiten fallen ebenfalls an und die gesamte Zwiebel des Turms muss entfernt und erneuert werden. Die Kosten für all diese Arbeiten werden auf rund 650 000 Euro geschätzt. Der Turm und die Kirche zählen zu den Kulturdenkmälern in der Stadt und deren Erhaltung ist keine offene Frage. Ganz alleine muss die Kirchengemeinde das Mammutprojekt aber nicht stemmen. Die Diözese Rottenburg hat Zuschüsse in Höhe von 332 000 Euro zugesagt, 150 000 Euro sind als Darlehen geplant, aus Eigenmitteln kommen 165 000 Euro dazu und dann sind noch rund 65 000 Euro aus Spenden aufzubringen. 

Frank Höfle, seit November Kirchenpfleger der Gesamtkirchengemeinde, weiß recht genau was auf ihn zukommt. „Das wird wirklich davon abhängen, ob es uns gelingt die Restsummen aufzubringen. Eine Arbeitsgruppe hat sich gebildet, die es sich zur Aufgabe macht die gesamte Bürgerschaft anzusprechen. Dafür sind verschiedene Aktionen geplant. Ein Benefizkonzert mit einer Überraschungsband steht ebenfalls auf dem Programm.“ Handwerker aus der Stadt und der Region sind nach der kleinen Ausschreibung vor allem die Ausführenden dieser Sanierung. Das Gerüst soll bis zum Baubeginn verhindern, dass die Zwiebel des Turms durch einen starken Sturm herunter brechen kann. „Baubeginn ist nach unseren Vorstellungen, wenn der Winter es zulässt im April/Mai. Bis zum Jahresende, wenn alles gut läuft, sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dann erstrahlt der Turm im neuen Glanz und fügt sich wieder harmonisch in das Stadtbild ein.“ 

Für die Stadt entsteht aus dieser Baumaßnahme keine rechtliche Verpflichtung, sich an den Kosten zu beteiligen. Mit der Isny Marketing GmbH existiert eine gute Zusammenarbeit in der Beratung irgendwelcher Aktionen und die unbürokratische Abwicklung von Hilfen der Stadt durch den Baubetriebshof ist auch schon angelaufen. Es ist ein Großprojekt in der Geschichte von St. Georg und Jakobus und nicht die einzige Aufgabe der Kirchengemeinde. Weitere Ausgaben im Bereich Kindergärten, Altenhilfezentrum, Jugendarbeit Sozialstation und Unterstützung der pastoralen Aufgaben sind deshalb nicht zurückgestuft. Auch hier funktioniert nach Meinung von Frank Höfle die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung hervorragend. Die Kirchengemeinde ist im Sozialbereich neben der Stadt der größte Geldgeber. Manfred Schubert

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