TVK unschlagbar auf 4x200 Meter Brust

Masters holen Titel

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Das erfolgreiche Kemptener Team: (v.l.) Tobias Schmähling, Christian Willinsky, Christian Schröder, Dirk Hofmann, Christoph Roth und Benjamin Ritter.

Die Mastersschwimmer des TV Kempten holten sich jetzt in Wetzlar den Titel Internationaler Deutscher Meister der Masters auf 4x200 Meter Brust. Die 4x200 Meter Kraulstaffel sicherte sich die Bronzemedaille auf den „langen Strecken“.

1031 Einzelstarts und 89 Staffeln bei Strecken bis zu 1500 Metern wurden auf der 50-Meter-Bahn in Wetzlar in drei Tagen absolviert. Die Kemptener fuhren aber nur für fünf Stunden Aufenthalt am Samstag zum Wettkampf und konnten ihre selbst gesetzten Ziele erreichen. Durch den Ausfall eines gesetzten Schwimmers in der Vorbereitungsphase musste die 4x200 Meter Kraulstaffel geändert werden und schwamm dadurch in der leistungsstärkeren Altersklasse 120 bis 159 Jahre. Die Mannschaft wurde durch die erstmals bei einer Deutschen Mastersmeisterschaft startetenden Tobias Schmähling und Christian Schröder, beide AK 20, verstärkt. Früh morgens gestartet, kamen die sechs Schwimmer nach vierstündiger Autofahrt im Bad an und konnten die Mittagspause zum Einschwimmen nutzen. Da es in Südbayern kaum mehr Hallenschwimmbäder mit 50-Meter-Bahnen gibt, erfolgte die Wettkampfvorbereitung nur auf 25-Meter-Bahnen. Die 30 Minuten Einschwimmen wurden deshalb hauptsächlich genutzt, um sich auf die ungewohnte Länge der Bahn einzustellen. Bei diesen Deutschen Meisterschaften wurden ungewöhnlich viele Disqualifikationen wegen Wendefehlern ausgesprochen. Oft traf es die Brustschwimmer, die nicht gleichzeitig mit beiden Händen an der Wende anschlugen. Umso nervöser waren die Kemptener Brustschwimmer, da in ihrem Rennen insgesamt 17 Wenden bzw. Startwechsel zu absolvieren waren. Der Wettkampf begann für die Kemptener mit der Kraulstaffel. Gleichzeitig wurden acht Staffeln in das Rennen geschickt. Dirk Hofmann (AK 45) sprang für das Team als Erster ins Wasser. Sofort setzte sich ein Schwimmer der AK 20 vom SV Bayreuth an die Spitze des Feldes, Hofmann versuchte zu folgen. Der Abstand zum ersten Schwimmer wurde aber immer größer, Hofmann konnte jedoch den zweiten Platz im Feld halten und schlug mit 2:11,76 Minuten an. Danach folgte mit Christoph Roth (AK 35) ein ausgesprochener Sprinter, der sich aber sein Rennen klug einteilte, seinen Platz verteidigen konnte und in 2:18,69 Minuten anschlug. Schneller schwamm Tobias Schmähling, der für die ersten 50 Meter weniger als 30 Sekunden benötigte. Trotzdem holte der Schwimmer der bisher an der dritten Position liegenden SSG Braunschweig immer weiter auf, nach der Hälfte des Rennens lag Schmähling noch vorne, wurde dann aber überholt und übergab in 2:15,89 Minuten an Christian Schröder. Der Freistilspezialist machte sich sofort an die Verfolgung des Zweitplatzierten. Dieser hielt aber dagegen und somit schlug der Neuzugang für die Mastersschwimmer in 2:07,48 Minuten als Dritter in einer Gesamtzeit von 8:53,32 Minuten an. Eine Stunde später stand schon das Rennen über 4x200 Meter Brust in der AK 160 an. Hier hatten sich die Schwimmer die Goldmedaille als Ziel gesetzt. Gestartet wurde das Rennen wieder von Hofmann, der von Anfang an das Feld anführte und in 2:44,81 Minuten an Benjamin Ritter (AK 30) übergab. Dieser konnte den Vorsprung noch weiter ausbauen und übergab in 3:00,41 Minuten an Christoph Roth. Die SK Sparta Konstanz setzte jetzt Roth gewaltig unter Druck, der auch sieben Sekunden seines Vorsprungs einbüßte, aber in 3:04,16 Minuten als Erster an Christian Willinsky (AK 45) übergab. Dieser musste sich gegen den Angriff des letzten Schwimmer der SK Sparta Konstanz wehren. Er schwamm sein Rennen klug eingeteilt und sicherte in 2:50,03 Minuten die Goldmedaille für Kempten. Nach der Siegerehrung ging es sofort wieder auf die Heimfahrt, unterbrochen von einem Restaurantbesuch, in dem auch gleich die Aufstellungen für die nächsten Wettkämpfe besprochen wurden.

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