Stark im Team

TVK-Schwimmer zeigen beeindruckende Leistung beim Internationalen Swim Meeting in Erlangen

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Das Kemptener Team: (v.l.) Annika Gnadl, Jonathan Kuss, Corinna Arnold, Luzie Wandratsch, Jannes Matteo Große, Carina Dietz, Corin Schnitzer, Jannes Schnitzer (Hintergrund), Annika Kuss, Sarah Schrätzlmayer und Trainer Erik Hanold.

Kempten/Erlangen – 468 Sportler aus 35 Vereinen, darunter viele Kaderschwimmer, ein 50-Meter-Schwimmbecken in der Hannah-Stockbauer-Halle – gute Organisation durch die Schwimmabteilung des TB Erlangen und eine tolle Stimmung während der zweitägigen Wettkämpfe. Das waren die Zutaten und Rahmenbedingungen für den 2. Saisonhöhepunkt der TV-Kempten-Wettkampfschwimmer.

Cheftrainer Erik Hanold hatte sich aus mehreren Gründen gezielt für das Internationale Swim Meeting in Erlangen entschieden. Zum einen waren hier die Wettkampfschwimmer der SG Mittelfranken am Start, die stets eine dominierende Rolle im BSV spielen und für ein hohes sportliches Niveau stehen. Zum anderen wollen sich viele der jüngeren TVK Schwimmer noch für die Süddeutschen Meisterschaften qualifizieren.

Der erste Wettkampfabschnitt am Samstagmorgen begann vielversprechend. Auf der kurzen Bruststrecke (50 Meter) schwammen mit Annika Kuss (Jahrgang 2005), Luzie Wandratsch (2004) und Corinna Arnold (2003) gleich drei Schwimmerinnen jeweils auf Platz zwei. Bei den Männern wurde Jannes Schnitzer Dritter, Jonathan Kuss erzielte im Jahrgang 2004 die beste Zeit und gewann.

Dieser gute Start beflügelte das Team und so kamen an diesem Tag in schneller Folge weitere Siege durch Jannes Schnitzer, Jonathan Kuss, Corin Schnitzer, ­Jannes Matteo Große sowie sieben zweite Plätze und vier dritte Plätze hinzu. Somit konnte man mit einer ersten Tagesbilanz von insgesamt 16 Podestplazierungen die Halle verlassen.

Am Sonntag stand ein etwas weniger umfangreiches Wettkampfprogramm an. Ungläubig und überrascht musste Trainer Hanold registrieren, dass durch das ganze Team hinweg Bestleistung auf Bestleistung folgte und es so gut wie keine Siegerehrung ohne TVK-Sportler gab. Jannes Schnitzer knackte den Kemptener Rekord über 200 Meter Lagen und unterbot mit 2:15,84 Minuten die alte Bestmarke von Lucas Willinsky aus dem Jahr 2016 um 1,5 Sekunden! Allerdings reichte diese tolle Leistung trotzdem nur zu Platz zwei.

In Rekordlaune waren auch Carina Dietz und Sarah Schrätzlmayer über 50 und 200 Meter in der Rückenlage. Zunächst fiel der Rekord von Lena Hottner über die 200 Meter aus dem Jahr 2009. Mit 2:35,46 Minuten war Dietz ganze fünf Sekunden schneller und holte sich neben dem Rekord auch das Ticket zu den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften Ende Mai in Berlin.

Über die 50 Meter Rücken stürmte erst Schrätzlemayer mit 34,83 Sekunden zu einem neuen Rekord und unterbot die alte Bestleistung von Lena Hottner (35,02) aus dem Jahr 2009. Diese Marke hielt aber nur wenige Minuten, denn Dietz unterbot im direkt folgenden Lauf mit 34,22 Sekunden diese Marke erneut.

So ging es weiter Schlag auf Schlag! Bis zum letzten Wettkampfabschnitt waren neben zehn Bronze- und fünf Silber-, weitere fünf Goldmedaillen durch Jannes Schnitzer (3), Corin Schnitzer, Jonathan Kuss und Annika Kuss hinzugekommen.

Am Beckenrand zollte man dem TVK-Trainer einmal mehr Respekt für die geschlossene Leistung seiner kleinen Mannschaft. Im Blickpunkt dabei auch Jannes Schnitzer, der bei den Männern als einziger Schwimmer bei seinen acht Einzelstarts jeweils eine Medaille gewinnen konnte. Das Erstaunen bei Gesprächspartnern wuchs weiter, wenn die Trainingsbedingungen der TVK-Schwimmer in Bezug auf die Belegung der verfügbaren Wasserflächen des 25-Meter-Beckens erläutert wurde. Mit etwas Neid schaut man da auf Vereine, die in einem 50-Meter-Becken mit acht Bahnen trainieren können. Schon lange besteht bei den TVK-Schwimmern der heimliche Wunsch nach einer Funktionshalle mit einem 50-Meter-Becken.

Auch wenn Trainer Erik Hanold die individuelle Detailauswertung des Wettkampfes noch nicht ganz abgeschlossen hat, so sah man ihn, ob der Gesamtbilanz von elf Gold-, zwölf Silber und 13 Bronzemedaillen bei zehn angetretenen Schwimmer/innen, doch sehr zufrieden und in seinem Trainingskonzept bestätigt. Nach den Abgängen vieler erfahrener Spitzenschwimmer zu Beginn der Saison 17/18 sind gerade die jungen Schwimmerinnen des Jahrgangs 2005 aufgerückt und stellen sich mit Bravour der bayerischen Spitze in ihrem Jahrgang.

Auf das Team von Hanold wartet mit dem Buron-Cup in Kaufbeuren dieses Wochenende der nächste Wettkampf und anschließend zwei einwöchige Trainingslager in Gera sowie im Kemptener CamboMare.

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