ESC überrascht

Eine bittere Pille mussten am Freitagabend die erfolgsverwöhnten Schongauer „Mammuts“ in der Eishockey-Landesliga schlucken: Gegen die kompakt auftretenden „Sharks“ aus Kempten zogen sie mit 4:7 den Kürzeren.

Für die Gäste von der Iller hatte es allerdings alles andere als gut begonnen. Zahlreiche Spieler gingen angeschlagen ins Spiel, der Kader war erst pünktlich zum Spielbeginn komplett, da einige Akteure privat nach Schongau angereist waren. So war es auch nicht verwunderlich, dass die Hausherren früh in Führung gingen. Einen Schuss von der blauen Linie sah der ansonsten überzeugenden Danny Schubert zu spät und es stand 1:0. Die „Haie“ ließen sich aber nicht einschüchtern und schlugen postwendend durch Tobias Jörg zurück. Auch mit einem Mann weniger auf dem Eis war die Spielfreude der Gäste nicht getrübt und Tobias Pichler konnte kurz vor der Sirene einen Nachschuss zum 1:2-Pausenstand verwerten. Der zu Beginn des zweiten Abschnitts erwartete Sturmlauf der Gastgeber blieb größtenteils aus, auch wenn sich die ein oder andere Chance ergab. Die Reihen der „Sharks“ waren jedoch gut eingestellt und so verpufften die Schongauer Angriffe meist irgendwo an einem Kemptener Spieler. Im Gegenzug spielte Johannes Albl Kapitän Alexander von Sigriz frei und der traf nicht weniger sehenswert zur 3:1-Führung für den ESC. Weiter wurde jede Druckphase der Mammuts im Keim erstickt, einen Konter über Pichler konnte Topscorer Jörg zum verdienten 4:1 aus Kemptener Sicht nutzen. Und weil die Spitzenmannschaft aus Schongau kein Mittel gegen die starken Gäste fand, ging es mit einem Drei-Tore-Vorsprung in die zweite Pause. Zu Beginn des letzten Drittels gelang es zwar, 20 Sekunden Strafzeit zu überstehen, jedoch waren die „Haie“ gerade wieder komplett als die fehlende Zuordnung zum 2:4-Anschlusstreffer führte. Johannes Albl stellte jedoch im Gegenzug den alten Abstand wieder her. Die Schongauer ließen dies nicht auf sich sitzen und kämpften sich durch zwei Treffer bis auf 4:5 heran. Erneut war es jedoch Albl, der ihnen den endgültigen „Todesstoß“ verpasste, als er das 6:4 für Kempten erzielte. Zwar versuchten die Hausherren mit einem Mann mehr das Spiel noch zu drehen, als Markus Schneider aber den besser postierten Alexander von Sigriz sah und der zum 4:7-Endstand ins leere Tor einschob, war die Niederlage für den Favoriten amtlich.

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