Abwechslungsreiches Programm

Beeindruckender Jahresauftakt

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Der Musikverein Sankt Mang überzeugt beim traditionellen Neujahrskonzert mit einem abwechslungsreichen Programm.

Kempten – Am vergangenen Samstag lud der Musikverein Sankt Mang zum traditionellen Neujahrskonzert ins Theater in Kempten ein. Unter der Leitung von Dirigent Helmut Brutscher entführten die Musiker das Publikum zu einer folkloristischen Reise rund um die Welt.

Christine Räth führte charmant und informativ durch die einprägsamen Werke.

Geheimnisvolle Nebelschwaden umhüllten den Musikverein beim feierlich-rhythmischen Eröffnungswerk „Conquest of Paradise“ des griechischen Komponisten Vangelis. Es folgten gefällige musikalische Stationen: Wagners „Einzug der Gäste auf der Wartburg“, ein Ausflug in die schottischen Highlands mit der Hymne „Scotland the Brave“ und ein Blick in die jüdische Kultur mit dem hebräischen Volkslied „Hava Nagilah“. Der musikalische Bogen reichte mit „Yankee doodle“ bis über den großen Teich, ehe die Kapelle zur Ehrung eines Musikkameraden wieder nach Kempten zurückkehrte.

Bezirksjugendleiter Martin Bisle und der stellvertretende Bezirksvorsitzende Lothar Geist vom Allgäu Schwäbischen Musikbund gratulierten dem Posaunisten Günter Jehle für 25-jährige Mitgliedschaft, und dankten für seine Treue zum musikalischen Ehrenamt. Oberbürgermeister Thomas Kiechle schloss sich dem Dank an und würdigte den Einsatz aller Akteure für die Bereicherung der heimischen Kultur. Die „Streitfrage“ zwischen ASM, OB und Musikern, welches Instrument denn nun das Schönste sei, ließ sich zwar nicht abschließend klären, sorgte jedoch für große Erheiterung beim bestens gelaunten Publikum.

Funke springt über

Der Funke sprang sofort über, als die quirlige und selbstbewusste Jungendgruppe ihre drei launig temperamentvollen Stücke präsentierte. Und das zu Recht, die Truppe – deren jüngstes Mitglied kleiner war als ihre Pauke – überzeugte mit Können und Spielfreude. Jugendleiter Wolfgang Fiedler zeigte Humor, als er bei der James-Bond-Zugabe mit leisen Tönen und lautem Knall vom Dirigentenpult aus direkt ins Jenseits befördert wurde.

Mit dem imposanten Konzertmarsch „Salemonia“, den verspielten „Deutschlandbildern“ und dem Walzer „Für dich“ verweilte der Musikverein kurz in heimischen Gefilden, ehe es noch einmal international wurde. Bewundernswert spielte die junge Solistin Sophie Altsetter die Solotrompete in Peter Tschaikowskys „Canson Napolitaine“ und erntete dafür großen Applaus.

Es war ein beeindruckender Jahresauftakt des Musikvereins Sankt Mang, der für die harte Probenarbeit mit viel Applaus belohnt wurde. Weder „die Jungen“, noch „die Alten“, durften die Bühne ohne Zugabe verlassen. Abwechselnd konnten die Instrumentensätze ihr Können zeigen und als „Mannschaft“ trafen die Musiker überzeugend die verschiedenen Tönungen der multikulturellen Volksmusik. Daneben waren es die kleinen Überraschungen – Jungmusiker, die auf Bierflaschen musizierten, Klarinettisten mit Reishüten bei den „Chinese Folksong“, der „Florentiner-Marsch“ als alter willkommener Bekannter – die für beste Unterhaltung sorgten. Auch Dirigent Helmut Brutscher, der seine Musiker souverän durch den Abend führte, wusste, wie`s geht. Unter den Klängen von „Amazing Grace“ verabschiedete er sich stimmungsvoll beim Kemptener Publikum.

Cordula Amann

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