Überzeugendes Gesamtkonzept

So soll die neue Haldenwanger Zweifachturnhalle künftig nach dem Entwurf des Ingenieurbüros Lück aussehen. An Details, wie beispielweise der Anordnung der Fenster, wird noch gefeilt. Credit: Ingenieurbüro Lück

Dass Haldenwang eine neue Zweifachturnhalle bekommen wird, ist schon länger beschlossene Sache. Nun steht auch fest, wie diese aussehen wird. Drei Bewerber hatten im Rahmen eines „Ideenwettbewerbes” ihre Gestaltungsvorschläge eingereicht. Letztlich machte das Dachauer Ingenieurbüro Fritz Lück mit seinem Entwurf eines Gebäudes in hochgedämmter Leichtbauweise, mit zwei Pultdächern und Vorbau das Rennen. Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr beginnen und im nächsten Winter, so hofft Bürgermeister Anton Klotz (CSU), wird die rund zwei Millionen Euro teure Halle den Sportlern zur Verfügung stehen.

Der Haldenwanger Gemeinderat entschied sich mit nur einer Gegenstimme für den Vorschlag des Dachauer Ingenieurbüros. Das Kemptener Architekturbüro F 64 sowie Architekt Dieter Brüggemann aus Wildpoldsried, die ebenfalls an dem Ideenwettbewerb teilgenommen hatten, hatten das Nachsehen. Die neue Zweifachsporthalle wird westlich der Tennisplätze, in direkter Nachbarschaft zu Sportzentrum und Schule errichtet. Das behindertengerechte, hanglagige Gebäude wird über Eingänge auf zwei Ebenen verfügen und ein Spielfeld in Turniermaßen von 20 mal 40 Metern beherbergen, das durch einen weitgehend schalldichten Hallenvorhang teilbar sein wird. Im Obergeschoss sind zwei Gymnastikräume mit 80 beziehungsweise knapp über 100 Quadratmeter eingeplant, hinzu kommen vier Umkleideräume, zwei Geräteräume, Sanitäreinrichtungen, ein Erste-Hilfe-Raum, eine Zuschauerebene sowie ein kleiner Ausgabebereich für Imbisse. Die Duschen sind teilweise auch von außen zugänglich und können im Sommer für den Fußballbetrieb genutzt werden. Auf dem Dach soll eine Photovoltaikanlage installiert werden. Die Gründe, warum der eigens gegründete Sporthallenausschuss – bestehend aus Mitgliedern des Bauausschusses sowie den drei Vorständen des TV Haldenwang – sich für dieses Modell entschieden hat, sind vielfältig, wie Bürgermeister Anton Klotz erläutert. „Das Gesamtkonzept war einfach sehr überzeugend”, sagt er. „Das Ingenieurbüro Lück besitzt eine unglaubliche Kompetenz, denn die Firma hat bereits ein Dutzend Hallen gebaut. Zudem ist sie in der Lage, das Projekt preistreu, für maximal zwei Millionen Euro netto umzusetzen“. Die Kosten für zusätzliche Arbeiten, wie die Verlegung der Zufahrt zum Spoze oder den Bau dringend benötigter neuer Stellplätze – hier ist eine Erweiterung Richtung Süden angedacht – sind hierbei nicht eingerechnet. Das Gebäude wird nach Passivhausstandard gebaut und, für die Gemeinde ganz wesentlich, zeichnet sich durch sehr niedrige Betriebskosten aus. Außer in den Gymnastikräumen wird auf eine Bodenheizung verzichtet, insgesamt wird eine kostengünstig arbeitende Deckenstrahlheizung zum Einsatz kommen. „Das Gesamtkonzept steht, jetzt werden nur noch Details, wie die Anordnung der Fenster und Ähnliches verfeinert und ergänzt. Uns geht es nicht darum, eine Prunkhalle zu bekommen, sondern eine zweckmäßige, kostengünstige Halle, die unserem Bedarf in vollem Umfang gerecht wird – und ich bin mir sicher, wir schaffen das“, so Klotz. Die bisherige Turnhalle, die 1975 errichtet wurde und deren Belastungsgrenzen seit langem überstrapaziert sind – der TV Haldenwang ist mit seinen 1400 Mitgliedern äußerst aktiv –, bleibt als Schulturnhalle bestehen, in der auch die Turner weiterhin ihre Heimat haben werden. Erste Vorbereitungen für den Bau der neuen Halle, bei der das Ingenieurbüro Lück „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ als Generalunternehmer auftreten wird, laufen bereits. So wurden auf dem Areal, das derzeit ein Schotterparkplatz mit Wertstoffinsel ist, bereits Bäume gefällt. Abhängig von der Planungs- und Genehmigungsphase soll der erste Spatenstich „spätestens nach Ostern“ erfolgen, so Klotz. „Ich bin recht zuversichtlich, dass die Halle den Sportlern dann im Laufe des Winters 2012/2013 zur Verfügung steht.“

Auch interessant

Meistgelesen

Feiern verbindet
Feiern verbindet
Bezirksmusikfest in Probstried
Bezirksmusikfest in Probstried
Schüler zeigen Einsatz
Schüler zeigen Einsatz
Indien trifft Allgäu
Indien trifft Allgäu

Kommentare