Schumacherring wird ab Montag saniert

Stadteinwärts wird es eng

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Ab Montag ist der Schumacherring in Richtung Süden gesperrt. Das Verkehrsamt rät, über Adenauerring und Rottachstraße in die Innenstadt zu fahren.

Kempten – Ab kommenden Montag, 13. Mai, müssen Autofahrer vor allem im Bereich Schumacherring, Kaufbeurer Straße und Füssener Straße mit erheblichen Behinderungen rechnen.

Grund dafür ist, dass der Schumacherring zwischen der Lenzfrieder Straße und der Knussertstraße saniert werden muss und bei dieser Gelegenheit auch gleich einen lärmmindernden Asphalt bekommen soll. Die Arbeiten werden etwa zehn Wochen dauern. Für die Dauer der Arbeiten hat das Tiefbauamt ein komplexes Umleitungssystem entwickelt. 

 „Das hat Wahnsinns-Auswirkungen. Aber wir wollen die Behinderungen auf ein Minimum reduzieren“, betonte Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann am Dienstag bei der Vorstellung der Pläne. Nach den guten Erfahrungen mit dem sogenannten Flüsterasphalt auf dem Adenauerring soll nun auch das oben genannte Teilstück des Schumacherrings ab Montag den lärmmindernden Belag bekommen. „Wir wollen den Bürgern etwas Gutes tun“, sagte Wiedemann am Dienstag und verwies auf die am Adenauerring gesammelten guten Erfahrungen. Messungen dort hätten eine Lärmreduzierung um dreieinhalb bis viereinhalb Dezibel ergeben. „Das bedeutet in der Wahrnehmung eigentlich eine Halbierung des Verkehrslärms“, so Wiedemann. Immerhin passieren den Schumacherring täglich etwa 25 000 Fahrzeuge in beide Richtungen. Bis zu zehn Zentimeter alter Straßenbelag müssen dafür mittels Fräse entfernt werden. Die Kosten für das gesamte Projekt werden mit 625 000 Euro angegeben. 

Für die gute Tat am Anwohner muss der Autofahrer aber zunächst wohl nicht unerhebliche Einschränkungen hinnehmen. Im Zuge der Arbeiten werden jeweils zwei Spuren des Rings für den Verkehr gesperrt. Begonnen wird am Montag mit den beiden östlichen Fahrbahnen, sodass der Verkehr von Süd nach Nord für die nächsten fünf Wochen ab der Lenzfrieder Straße über die beiden linken Spuren geführt wird. Ein Tempolimit ist dabei – außer bei Ein- und Ausfahrt in die Baustelle – zunächst nicht angedacht, wie Bernd Döser vom Verkehrsamt erläuterte. „Wir wollen den Verkehr flüssig halten“, betonte er. Komplexer wird es allerdings für diejenigen Autofahrer, die in Nord-Süd-Richtung unterwegs sind. Sie werden über die Kaufbeurer Straße in die Füssener und von dort über die Lenzfrieder Straße zurück auf den Schumacherring geleitet. Um die Kaufbeurer Straße zu entlasten, haben Tiefbau- und Verkehrsamt mehrere Maßnahmen beschlossen: Zum einen werden die Linksabbiegerspuren in der Stephanstraße auf eine verringert. Zum anderen wird die Linksabbiegerspur auf der St.-Mangbrücke komplett gesperrt. Stattdessen wird der Linksverkehr vorher über die Illerstraße in die Rottachstraße und von dort auf den Adenauerring geführt. Rechtsabbieger in die Füssener Straße können weiter ungehindert passieren. In diesem Zusammenhang werden auch die Ampeln an der St.-Mangbrücke anders getaktet. 

Lieber die Rottachstraße 

In der zweiten Phase – die ebenfalls etwa fünf Wochen dauern wird – wird der Süd-Nord-Verkehr schließlich über die beiden östlichen Spuren geführt, während die westlichen saniert werden. An der Umleitung wird sich dadurch nichts ändern. Grundsätzlich empfehlen die verantwortlichen Verkehrsplaner in der Bauverwaltung den in Nord-Süd-Richtung fahrenden Verkehrsteilnehmern aber, den Adenauerring und dann die Rottachstraße für den Weg in die Stadt zu nutzen anstatt über die Kaufbeurer Straße reinzufahren. „Es wird zu Verkehrsverlagerungen kommen“, ist sich Bernd Döser sicher. 

Anwohner informiert 

Die Anwohner seien über das Großprojekt und seine Auswirkungen ausführlich informiert worden, erklärte Bauleiter Jürgen Illg. Überhaupt habe man versucht, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten, betonte er. So kann beispielsweise der Lindenberg über Brodkorbweg oder Ullrichstraße, aber auch über Ulmer und Ostbahnhofstraße angefahren werden. Die Müllabfuhr erfolgt hingegen über die Stichstraßen und der geänderte Schulweg für die Schule am Lindenberg soll verständlich ausgeschildert werden. Die Agip-Tankstelle erhält darüber hinaus eine Not-Zu- und Abfahrt und zwischen 18.30 und 6.30 Uhr können Anwohner ihre Parkplätze unmittelbar am Ring nutzen. Die Auswirkungen auf den örtlichen Busverkehr hielten sich darüber hinaus in engen Grenzen. „Wir versuchen was machbar ist“, betonte Amtsleiter Wiedemann. Sollte sich drei oder vier Tage nach Beginn der Bauarbeiten allerdings herausstellen, dass die angedachten Umleitungen nicht funktionieren, werde schnell gehandelt, kündigte Wiedemann an. 

Aktuelle Infos zu Sperrungen und Umleitungen im Zuge der Sanierungsarbeiten am Schumacherring soll es ab kommender Woche übrigens auch auf der Homepage des Kemptener Tiefbauamts unter www.kempten.de geben. 

Matthias Matz

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