DB Regio Allgäu-Schwaben gibt Ausblick

Neuerungen und Herausforderung

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Bärbel Fuchs.

Kempten/Allgäu – „Zwei größere Highlights“ und „eine große Herausforderung“ stehen dieses Jahr für die DB Regio Allgäu-Schwaben an. Das berichtete Geschäftsleiterin Bärbel Fuchs am Freitagvormittag, als sie bei einem Pressegespräch das abgelaufene Jahr bilanzierte und einen Ausblick auf das Jahr 2013 gab.

Neben neuen Lokomotiven und der Einführung des eTicketing-Systems „Touch& Travel“, muss sich die DB Regio Allgäu-Schwaben für den weiteren Betrieb der Bahnstrecken ab dem Jahr 2016 bewerben. 

„Bahnreisende von DB Regio Allgäu-Schwaben gehören zu den zufriedensten in Bayern.“ Mit diesen Worten eröffnete Bärbel Fuchs ihren Rückblick auf das Jahr 2012. Nach einer Befragung des Marktforschungsunternehmen Ipsos zur Kundenzufriedenheit erreichte der Verkehrsbetrieb 71 von möglichen 100 Punkten und damit das zweitbeste Ergebnis im Bereich der DB Regio im Freistaat. Sehr gute Rückmeldungen habe man vor allem im Bezug auf die vergangenes Jahr eingeführte Neigetechnik (der KREISBOTE berichtete) und die damit schnelleren Verbindungen (z.B. Strecke Kempten-Augsburg zehn Minuten schneller) gerade im Allgäu erhalten. „Wir hatten zwar den ein oder anderen Nachbesserungsbedarf, durch unsere direkte Zusammenarbeit mit den Kunden konnten wir jedoch schnell reagieren“, so Fuchs. In ihrem Ausblick auf das laufende Jahr wies die Geschäftsleiterin auf zwei Neuerungen hin. Zum einen wird DB Regio Allgäu-Schwaben heuer sieben neue, umweltschonende und leisere Lokomotiven erstmals ins Allgäu holen. Die Werkstatt in Kempten wurde bundesweit als Leitwerkstatt für diesen Loktyp ausgewählt. Bevor sie voraussichtlich ab Mitte 2014 im Regelverkehr im Allgäu eingesetzt werden können, sind umfangreiche Tests vorgesehen. „Ab 2014 ermöglichen diese Loks das Ziehen von Doppelstockwagen“, frohlockte Fuchs. Die Doppelstockwagen sollen dann vor allem zwischen München und Füssen, München und Memmingen und in den Hauptverkehrszeiten zwischen Kempten und München verkehren. Die derzeit eingesetzten Zugwaggons aus den 60er-Jahren, die sogenannten Silberlinge, werden dann endgültig ausgemustert. 

Handy als Fahrkarte 

Zum anderen wird im März das eTicketing-System „Touch &Travel“ eingeführt. Reisende im Allgäu können ab nächstem Monat bei allen Regionalverbindungen ihr Smartphone als Fahrkarte nutzen. „Wir sind stolz darauf, dass das Allgäu dafür ausgewählt wurde“, meine Fuchs. Wie „Touch&Travel“ genau funktioniert, wird im März vorgestellt. Eine laut Fuchs „große Herausforderung“ bringt das Jahr 2013 ebenfalls für die DB Regio Allgäu-Schwaben. Die Bahnstrecken im Allgäu werden heuer mit einem Volumen von 7,2 bis 7,9 Millionen Zugkilometern pro Jahr von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) ausgeschrieben. DB Regio Allgäu-Schwaben wird sich um den weiteren Betrieb der Strecken ab Ende 2016 bewerben, rechnet aber mit mindestens zwei Mitbewerbern. „Wir wollen auch in Zukunft beweisen, dass wir der BEG und unseren Kunden in der Region ein verlässlicher Partner sind“, so Fuchs. Wer den Zuschlag erhält, entscheidet sich voraussichtlich Ende 2014. Melanie Läufle

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