Unerwarteter Bauboom

Große Bauprojekte wie das Ärztehaus in der Rottachstraße bringen der Stadt viel Geld ein. Foto: Matz

Im Kemptener Bauordnungsamt sind in diesem Jahr so viele Bauanträge eingegangen wie seit Ewigkeiten nicht mehr – 460. „Das ist ein neuer Höchststand“, frohlockte Amtsleiterin Dr. Franziska Renner am Montagabend im Haupt- und Finanzausschuss. Angenehmer Nebeneffekt des Baubooms: Das Bauordnungsamt hat bislang in diesem Jahr 83 570 Euro mehr an Gebühren eingenommen als veranschlagt.

Von den 460 eingegangenen Bauanträgen sind nach Angaben von Renner 395 genehmigt worden. Darunter einige Großprojekte wie das Zentralhaus, die Klinikum-Erweiterung, der Solarpark oder das Ärztehaus in der Rottachstraße. „Das führte zu einem deutlichen Gebührenanstieg“, so Renner. Auch im kommenden Jahr rechnet die Baujuristin mit einer Fortsetzung des Baubooms. Gleichzeitig wird ihr Amt aber auch höhere Zuschüsse aus dem Stadtsäckel brauchen – und zwar für externe Anwälte. „Der Bedarf an juristischen Verfahren hat extrem zugenommen“, erklärte sie. Ihr Amt sei allein nicht mehr in der Lage, die vielen Rechtsstreitigkeiten im Bausektor zu bearbeiten. Allein dieses Jahr werde man an die 35 000 Euro mehr an Anwaltshonoraren zahlen müssen als veranschlagt. Verständnis äußerte OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) für den Mittelbedarf des Bauordnungsamtes: „Wir haben hier wirklich eine sehr sehr hohe Arbeitsbelastung am Anschlag“, betonte der Rathauschef.

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