Ungesagte Wahrheiten in der bigBOX

Ein fantastisches Konzert erlebten etwa zweitausend Zuschauer am Dienstag vergangener Woche in der bigBOX, als „Oscar"-Gewinner, Hollywoodstar, Produzent und Regisseur Kevin Costner mit seiner achtköpfigen hochkarätigen Band „Modern West“ auftrat.

Der Hollywoodstar, den man hierzulande eigentlich nur durch seine zahlreichen Filme wie beispielsweise „Der mit dem Wolf tanzt“, „Bodyguard“, „Robin Hood, „JFK“, „Wyatt Earp“ oder „Tin Cup“ kennt, tourt seit einigen Wochen durch die Republik. In der bigBOX präsentierte er sich nun seinen ersten Auftritt als Rock-und Country-Star, bei dem er die Songs seiner aktuellen CD „Untold Truths" vorstellte. Überzeugend war Sara Beck im Vorprogramm, eine im Allgäu wohl eher unbekannte Sängerin und Songschreiberin, die mit ihm zusammen „Let me be the one“ auf der neuen CD aufgenommen hat, und das Publikum nur mit ihrer Gitarre-Virtuosität und ihrer wunderschönen Stimme begeisterte. Danach folgte eine zehnminütige Zusammenstellung verschiedener Szenen seiner bekannten Filme auf der kleinen Bühnenleinwand, und dann ist es endlich soweit: Lässig schlendert Kevin Costner durch das Publikum zur Bühne hin und sorgt gleich am Anfang für Begeisterung, als er Hände schüttelt und sogar Umarmungen zulässt. Wie er auch später auf der Bühne den direkten Kontakt zum Publikum genießt, wirkt der charismatische Künstler nicht nur unglaublich charmant sondern auch authentisch. Dann greift er zur Gitarre und singt zu Rock- und Country-Rhythmen inhaltsvolle Songs. Mit ihnen erzählt er Geschichten von Freiheit, Liebe, Hoffnung und Unterwegssein, und nicht nur seine Fans sind begeistert von der Musik, seiner sanft-rauchigen Stimme und seiner umwerfenden Ausstrahlung. Sichtlich genießt er seinen Erfolg bei den Damen und wirft Küsse ins Publikum. Die Musik macht Laune und lädt zum Mitwippen ein, das an der Bühne stehende Publikum ist während der ganzen Vorstellung in Bewegung und lässt sich mitreißen, wenn Costner über die Bühne tanzt. Locker und entspannt In lockerem Plauderton und völlig entspannt erzählt er von Erwartungen und Träumen, und wie wichtig es ist, seinen Leidenschaften zu folgen und seinen Weg zu gehen. Genau so entstand auch die Idee, nicht nur Schauspieler zu sein, sondern auch seine Liebe und sein Talent zur Musik zu zeigen. Niemand wusste von seiner Passion, die ihn schon sein Leben lang begleitete. Sein Violinist Bobby Yang, der in Nashville seine eigene Band „Unrivaled Players“ hat, spielte hingerissen und ekstatisch, auch mit zerfetztem Bogen, tobt mit wilden Gebärden über die Bühne und spielt fantastische Geigen-Solos. Teddy Morgan, ein begnadeter Gitarrist, Larry Cobb, Schlagzeuger, John Coinman, Gitarre – die Band ist voll dabei und spielt aus Freude. Costner selbst nahm die gesamte Bühne ein und trat immer wieder in Kontakt mit seinen Fans, lachte und fühlte sich sichtlich wohl. Zum Schluss tanzte er sogar einige Schritte mit zwei Zuschauerinnen, die dieses Erlebnis bestimmt nicht vergessen werden. Nachdem er als Zugabe zwei weitere Songs folgen ließ, krönte er den Abend mit einem Glas Champagner. Mit ausgebreiteten Armen prostete er dem Publikum zu und verabschiedete sich vom Publikum und von Kempten.

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