Ungewisse Zukunft

Dr. Simone Strohmayr (Bezirksvorsitzende AsF Schwaben, 2.v.l.) ließ sich zusammen mit Erika Luther-Neumaier (v.l.), Maria Lancier, Gerda Liedl-Volz, Ilknur Taghanli, Monika Borchert-Bösele, Ute Kosak (Vorsitzende AsF Kempten), Katharina Schrader (Kreisvorsitzende SPD Kempten), Margot Linkenheil und Stadtrat Siegfried Oberdörfer über das Projekt „Soziale Stadt“ in Kempten informieren. Foto: Läufle

Über das Projekt „Soziale Stadt“ in Kempten informierte sich vergangene Woche die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) Schwaben um ihre Vorsitzende Dr. Simone Strohmayr im Stadtteilbüro St.-Mang. Der Integrationsbeauftragte der Stadt Kempten, Siegfried Oberdörfer (SPD), und der Quartiersmanager in St.-Mang, Oliver Stiller, beleuchteten das Projekt, das im Thingers im Jahr 2010 ausgelaufen und St.-Mang noch Mitten im Gange ist.

Viel auf die Beine gestellt wurde im Thingers durch das Projekt. Oberdörfer, der von Beginn an Mitglied der Lenkungsgruppe war, die das Projekt zehn Jahre lang begleitete, berichtete von der erfolgreichen Arbeit. So sei ein Stadtteilbüro eingerichtet worden, dass noch heute Dreh- und Angelpunkt ist. Der Verein Ikarus Thingers wurde gegründet, die Stunden des Jugendtreffs ausgeweitet und eine halbe Stelle für aufsuchende Jugendarbeit installiert. Außerdem ist ein Bürgerpark, ein Kinderspielplatz und ein Bolzplatz geschaffen worden. Durch viele städtebauliche (große Unterstützung von der Sozialbau) und sozial-integrative Maßnahmen, habe sich das Thingers zu „einem angenehmen Stadtteil ohne große Probleme“ entwickelt, frohlockte Oberdörfer. Allerdings bemängelte er, dass das Projekt „Soziale Stadt“, das zu jeweils 30 Prozent von Bund und Land und zu 40 Prozent von der Kommune finanziert wird, nach Ablauf der zehnjährigen Förderung nicht einfach gestoppt werden könne. „Da muss die Kommune dann einspringen.“ Ob das Projekt in St.-Mang überhaupt zehn Jahre läuft, dahinter steht momentan ein großes Fragezeichen. Die Mittel für die Städteförderungsprogramme sind in jüngster Zeit stark heruntergefahren worden und sollen noch weiter gekürzt werden. „Das trifft St.-Mang hart, mittendrin wird alles gekappt“, so Oberdörfer. Auch in St.-Mang sei man von einer Laufzeit von zehn Jahren ausgegangen, wie es ab Herbst 2012 aussieht, sei aber noch völlig unklar, bedauerte auch Stiller. Nichtsdestotrotz ist auch in St.-Mang seit Beginn des Projekts im Mai 2007 bereits einiges geschehen. Der Spielpark in der Magnusstraße ist zum Teil entstanden, der Platz im Oberösch wurde bis auf den Eingangsbereich und die Parkplätze mit großer Hilfe von der BSG fertig umgestaltet. Ebenso sind Räume als Treffpunkte im Ort eingerichtet worden.

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