Unter Florians Schutz

Am Montag, 4. Mai, ist Florianstag. Der Schutzheilige Sankt Florian wird gegen Feuer- und Brandgefahren, gegen Kämpfe, Stürme, Unfruchtbarkeit der Felder und gegen Dürre angerufen. Alle Feuerwehrmänner stehen unter seinem Schutz. Seine schützende Hand hielt der Heilige Florian im letzten Jahr auch über die 1480 Floriansjünger der 27 Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis.

„2008 haben unsere Wehren rund 1400 Einsätze bewältigt“, informiert Kreisbrandrat Friedhold Schneider. „Dank St. Florian gab es keinerlei ernsthafte Verletzungen bei unseren Feuerwehrkameraden. Unser Schutzheiliger hat ganze Arbeit geleistet“, frohlockt er. Mit einer festlichen Floriansmesse danken die Landkreiswehren in diesem Jahr ihrem Schutzheiligen am Florianstag in Wasserburg. Schon vor drei Jahren haben die Feuerwehrler dem Schutzheiligen zu Ehren ein Marterl errichtet. Als Standort wählten sie einen der schönsten Aussichtspunkte im ganzen Landkreis. Das Floriansmarterl steht auf dem Rodersbühl, zwischen Scheidegg und Lindenberg. Die Idee zur Errichtung des Marterls kam von Kreisbrandrat Schneider. „Es gibt viele schöne Ecken im Westallgäu, aber wir wollten einen besonderen Platz finden. Einen Punkt, von dem aus man große Teile des Landkreises überblicken kann“, beschreibt Schneider das Vorgehen bei der Standortwahl. Der Markstein auf der Spitze des Endmoränenhügels weist die Höhenangabe von 849,5 Meter über NN aus. Nur wenige Schritte entfernt steht das Marterl, das vollständig aus privaten Geld- und Sachspenden finanziert wurde. In ehrenamtlicher Arbeit haben es die Feuerwehrkameraden selbst aufgestellt. Um die Pflege der Bepflanzung kümmert sich die Gemeinde Scheidegg. Gut 80 Prozent des Landkreises liegen dem Wanderer hier zu Füßen und im Marterl steht der Heilige Sankt Florian. Von hier aus hält er seine Wacht über dieses wunderschöne Fleckchen Erde.

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