Unter dem Radar

Zwei Tage lang haben vergangene Woche Experten des Landesamt für Denkmalpflege, der TU München und der Kemptener Bauverwaltung den Hildegardplatz mit einem Georadar nach möglichen archäologischen Funden untersucht. Erste konkrete Ergebnisse erwartet Kulturamtsleiter Dr. Gerhard Weber in etwa vier Wochen. „Bis dahin sollten die vielen Daten ausgewertet sein“, so Weber am Freitag auf Anfrage gegenüber dem KREISBOTEN.

Im Zusammenhang mit dem nach wie vor für 2014 geplanten Umbau des Hildegardplatzes haben die Fachleute am Dienstag vergangener Woche zunächst die Straßen um den Platz und am Donnerstag schließlich den Platz selbst untersucht. Dafür musste der Hildegardplatz an beiden Tagen für den Verkehr gesperrt werden. Suche nach dem Bach Im Prinzip funktioniert das Georadar wie ein Röntgengerät. Nur, das statt Knochen mithilfe der Radarstrahlen massive Bauteile wie Steine, Mauern oder besonders festes und dickes Holz im Erdreich lokalisiert werden können, wie Dr. Weber am Freitag erläuterte. So hoffen die Experten beispielsweise, Gründungspfähle oder den vermuteten alten Verlauf des Schlangenbachs ausfindig machen zu können. Gleichzeitig kann das Gerät nach Angaben des OB-Büros auch Hohlräume und Bodenauffüllungen erkennen, die etwa auf ältere Siedlungsstrukturen in diesem Bereich hindeuten können. Zu den konkreten Ergebnissen konnte Dr. Weber am Freitagnachmittag allerdings noch nichts sagen. Mit einer Auswertung der gesammelten riesigen Datenmenge rechnet er in ungefähr vier Wochen. Allerdings gehe er nach wie vor davon aus, dass unter dem Hildegardplatz keine archäologischen Überraschungen auf ihre Entdeckung warten.

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