Unternehmer zum Anfassen

„Fragt und fragt noch mal“, ermunterte Nicole Dengel, Sprecherin des Arbeitskreises Schule und Wirtschaft der Wirtschaftsjunioren Kempten-Oberallgäu, rund 120 Zwölftklässler der hiesigen Gymnasien, Fachoberschule und Berufsoberschule zu Beginn der traditionsreichen Veranstaltung „Unternehmer zum Anfassen“. Im direkten Dialog konnten sich diese praxisnah über Berufsbilder, Karriere und Ausbildung informieren. Rund 45 Vertreter aus Unternehmen und dem öffentlichen Dienst konnten sich über mangelndes Interesse nicht beklagen.

Die zwangslose Atmosphäre im Gasthaus „Zum Stift“ ließ kaum Berührungsängste aufkommen. Waren die ersten Gesprächskontakte erst einmal geknüpft, bildeten sich rasch Trauben von weiteren Interessierten. Beherzt starteten Anna Seliger und Alina Merz, beide zwölfte Klasse am Carl-von-Linde-Gymnasium, ihre Informationstour mit Fragen zu Maschinenbau und Ingenieurwesen bei Christian Breuer, Personalchef bei CFS Lifecycle Performance. Da konnte Breuer nur beste Berufsaussichten attestieren, denn gute Techniker „werden seit zehn Jahren gesucht“ und es seien nie genug da. Besonders rar seien Wirtschaftsingenieure gesät, die wie auch Maschinenbauer gerade hier in der Region „auch in den nächsten Jahren garantiert immer einen Job finden“. Die Frage nach dualen Studiengängen konnte Breuer für sein Unternehmen positiv beantworten. Da bei CFS nur selten Ferienjobs verfügbar seien, empfahl er sich beim Schülerpraktikum oder dem Tag der offenen Tür ein Bild zu machen. Auch ein Besuch der Lehrstellenbörse oder Hochschulmesse sei lohnend, „da dort Geräte aufgebaut sind, damit man sich alles besser vorstellen kann“. Aber nicht nur Details, sondern auch allgemeine Wirtschaftsthemen wurden an diesem Abend diskutiert. So löcherte Michael Kellenberger, Abiturient am Hildegardisgymnasium, seinen Gesprächspartner Clemens Kippes, Kaufmännischer Geschäftsführer der ESK Ceramics, zwischendurch mit Fragen zu einem verträglichen Umgang von Unternehmensseite mit der Krise. Am anhaltend großen Bedarf an Technikern ließ auch Kippes keinen Zweifel. Wer sich nach so viel Fürsprache doch noch für ein technisches Studium erwärmte, konnte sich gleich bei Professoren der Hochschule Kempten genauer informieren, bei denen unter anderem Maschinenbau und Informatik im Angebot waren. „Manche werden in ihrer Berufswahl bestätigt, manche werden neue Inspirationen bekommen“, hatte Dengel zu Beginn der Veranstaltung prophezeit. Die Plattform zur Berufsinformation wurde so oder so bestens genutzt.

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