Unterricht mal ganz anders

Thomas Aydintan (links) und William Wahl und ihre drei Bandkollegen von Basta machen Musik ohne Instrumente. Fotos: ars

Nach einer „quälenden Deutschprobe“ mit der A-capella-Gruppe „basta“ in der 6. Stunde blaumachen – das wünschten sich Schülerinnen und Schüler der Klasse 8m von der Mittelschule Buchenberg. Natürlich ganz im Sinne von Klassleiterin Marianne Götz. Und weil die Burschen und Mädels von der Klasse 9b ähnlich dachten und die Klassenlehrerin Verena Reisacher ausnahmsweise nicht „Alleinunter- halterin“ spielen wollte, bewarben sich die Buchenberger bei einem Gewinnspiel des KREISBOTEN für ein Mini-Konzert der Kölner Jungs.

Am Montag ist der Traum wahr geworden: Die fünf Männer, die seit elf Jahren mit Wortwitz ohne Instrumente das Publikum begeistern können, gaben in der vollen Schulaula Kostproben ihres Könnens. Stimmlich variantenreich zog die Band vom Leder, und die lustigen Begebenheiten des Alltags brachten sie so rüber, dass die Schüler so einiges zum Schmunzeln und auch zum Klatschen hatten: Da spielte der Gesangsfünfer auf den „harten Alltag mit jährlich über 100 Konzerten“ an. Viel unterwegs sei man da, müsse sich oft schnell an Autobahnraststätten stärken. „Ich werde fett und alt, weil ich nur noch bei ESSO ess‘“, funkte die Gruppe SOS ins Publikum. „Ohh ich krieg Cellulitis von den Pommes frites“, tönte es weiter. Und zuhause im kahlen Kühlschrank warte nur noch das alte Butterbrot. Klar, dass aus der Schimmelschicht das Lied „Schinkenpelz“ wurde. Weitere Lacher sammelte Basta mit dem Song „Appdepp“ ein – gemeint sind diejenigen, die jeden „unnötigen Krimskrams“ auf ihr Handy laden. Und wer nicht ganz die Idealfigur ins Tageslicht stellt, musste a capella noch den Spott ertragen: „Es bringt nichts, auf der Waage den Bauch einzuziehen“. Natürlich bekamen auch andere ihr Fett ab. Beispielsweise Platzhirsche mit ihrem „Checker-Gehabe“ oder auch „zickige“ Spielerfrauen von Fußballern. "Spaßige Abwechslung" „Das war ein Highlight für unsere Schule“, kommentierte Rektor Walter Wulff das Minikonzert. „Ganz witzig“ fand Barbara (15) die Vorstellung. Lukas (14) lobte diese „spaßige Abwechslung“ im Schulalltag. Und was dachte die Band selbst? Tontechniker Martin Weiß fasste zusammen: „Ein schöner, sonniger Tag für uns im schönen Allgäu. Wir werden noch kurz mit einer Bergbahn den Blick von oben genießen, bevor dann abends die Kemptener Kultbox ruft.“

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