Gemeinderat einigt sich auf künftige Parkierung und Verkehrsführung in der Stadt

Verkehrskonzept wird umgesetzt

+
Der Marktplatz wird, wie im vergangene Woche verabschiedeten Verkehrskonzept vorgesehen, in einen verkehrsberuhigten Bereich umgewandelt.

Isny – Nach langer Planungsphase und vielen Diskussionen hat der Gemeinderat vergangene Woche ein Verkehrskonzept für die Stadt verabschiedet. Das seit mehr als einem Jahr begutachtete und in Arbeitskreisen mit Bürgerbeteiligung diskutierte Konzept kann somit nun umgesetzt werden.

Ewigkeitsstatus wird es aber nicht haben, denn Bürgermeister Rainer Magenreuter stellte gleich zu Beginn klar, dass dieses Konzept nur solange Gültigkeit habe, „bis im Gemeinderat eine andere Entscheidung getroffen wird“. Die drei Fraktionen, CDU, Freie Wähler und SPD, waren sich zwar nicht in allen Punkten einig, eine ausreichende Mehrheit ließ sich aber zu jedem Punkt finden. 

Die Abstimmung:

Beim Marktplatz plädierte die SPD für eine komplette Schließung, damit das Herzstück der Stadt besser genutzt werden könne. Die CDU dagegen war für eine Freigabe mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 20 km/h und die Freien Wähler waren einer Meinung mit der Stadtverwaltung und befürworteten somit einen verkehrsberuhigten Bereich, in dem höchstens sieben km/h gefahren werden dürfen. Das ist allerdings eine Geschwindigkeit, die fast nicht fahrbar ist und viele davon abhalten dürfte über den Marktplatz zu fahren. Auf diese Variante einigte sich der Gemeinderat nach der Diskussion schließlich mehrheitlich. 

Die künftige Verkehrsführung nach dem neuen Konzept sieht folgendes vor: Der Verkehr in Richtung Kernstadt wird über die Hauptrouten West (Lindauer Straße), Mitte (Maierhöfener Straße), Ost (Kemptener Straße) und Nord (Neutrauchburger Straße) in die Innenstadt geführt. Innerhalb der Stadtmauer wird ein verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen. Ausnahme hiervon ist Tempo 20 im Nord-Ost Quadranten von der Kemptener Straße bis zur Kanzleistraße und von der Obertorstraße bis zum Marktplatz (schnellere Heranführung des Verkehrs). 

Am Wassertor kann weiterhin in beiden Richtungen gefahren werden. So ist das neu in Parkhaus am Ehrleplatz umbenannte ehemalige Parkhaus an der Post am besten erreichbar. Eine Sperrung des Marktplatzes ist künftig durch versenkbare Poller auf der Bergtorstraße und später auch auf der Obertorstraße bei Bedarf möglich. Die Entscheidung im Bereich des Marktplatzes steht jedoch offensichtlich noch auf wackeligen Füßen, denn wenn der Marktplatz zur Umgestaltung ansteht, wird neu beraten. (Da steht die Entscheidung über die Altstadt Süd noch aus). 

Im Verkehrskonzept sind folgende Parkangebote geplant: 

Marktplatz: Zentrale Tiefgarage im Bereich Hofstatt im Rahmen der Stadtsanierung. Diebsturm am oberen Graben: Die Fläche der alten Postgarage steht zur Verfügung. 

Espantor: Unterhalb vom Espantor ist das Eckgrundstück als Parkplatz vorgesehen, so dass von der Umgehungstraße bis zum Espantor etwa 60 Parkplätze zur Verfügung stehen – wenn die Grundstücksfrage geklärt ist. 

Wassertor: Im verkehrsberuhigten Bereich ist nur auf markierten Plätzen das Parken gestattet. Innerhalb des Wassertors sollen auf alle Fälle drei Plätze markiert werden und wie das vor der Volksbank zu regeln ist, steht noch nicht fest. Auch die Straßenraumgestaltung ist im Verkehrskonzept enthalten. An der Ampel Lindauer Straße/Maierhöfener Straße ist mittelfristig ein Kreisverkehr geplant. 

Einmal wurde die Baumaßnahme schon verschoben, jetzt soll sie tatsächlich kommen. Dass die Straßengestaltung noch entschieden attraktiver werden muss, ist allen Gemeinderäten klar. Weitere Maßnahmen zur Sicherung der Schulwege und des Radwegekonzepts sollen ebenfalls zeitnah umgesetzt werden. 

Manfred Schubert

Auch interessant

Meistgelesen

Bezirksmusikfest in Probstried
Bezirksmusikfest in Probstried
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Feiern verbindet
Feiern verbindet
Schüler zeigen Einsatz
Schüler zeigen Einsatz

Kommentare