Statt nur barrierefrei könnte das Zumsteinhaus Inklusions-Museum werden

"Upgrade" fürs Stadtmuseum?

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Das Zumsteinhaus könnte Inklusions-Museum werden.

Kempten – Nicht nur barrierefrei, sondern ein Ort gelebter Inklusion soll das künftige Stadtmuseum im Zumsteinhaus werden. Angestoßen hatte es der Behindertenbeauftragte des Stadtrates Lothar Köster (SPD) und war damit bei Museumsleiterin Dr. Christine Müller-Horn auf offene Ohren gestoßen, die in Museen „den idealen Ort“ dafür sieht, wie sie gegenüber dem Kreisboten sagte.

„Wir reiten damit sozusagen auf der Partizipations- und Inklusionswelle mit“, wies sie darauf hin, dass es derzeit „ganz viele Museen“, unter anderem das Stadtmuseum Stuttgart, gebe, die sich dadurch nicht zuletzt auch ganz neue Zielgruppen erschließen würden. Nach einem ersten Treffen mit Vertretern des Behindertenbeirats hat sich die Museumsleiterin mit Dr. Jörg Haller von „Argus“ in München einen Berater für Inklusion ins Boot geholt, um Möglichkeiten und Kosten zu prüfen, die am 7. März im Kulturausschuss vorgetragen werden sollen. Denkbar seien zum Beispiel Induktionsschleifen für Gehörgeschädigte, Gebärdensprachenvideos, ein Leitsystem für Blinde.... Ziel sei es, die Einschränkungen möglichst aller „einfangen“ zu können und das Museum zugleich auch für die Besucher ohne Einschränkungen „spannend“ zu gestalten. Für Müller-Horn heißt das unter anderem, „nicht alles mit Beschriftungen in Braille und Pyramidenschrift“ zuzupflastern, sondern attraktive Lösungen für alle Besucher zu finden, die möglichst „alle Sinne ansprechen“, was allgemein gut ankomme. Wie das genau aussehen könnte, „da sind wir dran“. 

Christine Tröger

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