Langjähriger Leiter der Berufsschule III, Klaus Hlawatsch, verabschiedet

Den "Blick aufs Ganze" gehabt

+
Austausch der Abschiedgeschenke: (v.l.) der scheidende Berufsschulleiter Klaus Hlawatsch überreichte einen Jahresbericht an OB Thomas Kiechle, der sich seinerseits mit Kemptener Patenwein bedankte.

Kempten – Zehn Jahre lang hat Oberstudiendirektor Klaus Hlawatsch die Beruflichen Schulen Kempten III – Berufsschule plus zwei Berufsfachschulen für Kinderpflege und Sozialpflege – geleitet. Mit dem heutigen Samstag, 1. August, übernimmt er nun die Leitung der Staatlichen Berufsschule Neu-Ulm und folgt damit seiner Frau in die Donau-Stadt, die dort bereits seit längerem arbeitet. Wer Nachfolger von Hlawatsch in Kempten wird ist noch offen, da die Stelle erst noch ausgeschrieben wird.

Vergangenen Montag traf sich Hlawatsch im Kemptener Rathaus mit OB Thomas Kiechle zum Abschiedsgespräch und „quasi auch, um meinen Schlüssel abzugeben“, wie er meinte. Der „Blick aufs Ganze“ und dass sich Hlawatsch „neuen Herausforderungen immer gestellt hat“, auch bei der Asylthematik, waren Eigenschaften, die Kiechle an dem scheidenden Schulleiter „sehr geschätzt“ hat. Gerade in der Berufsschule III sei es sehr wichtig, „den Einzelnen im Blick zu haben und zu fördern“, da hier nicht alle immer „gerade“ durchs Leben gehen würden. „Sehr beeindruckt“ habe ihn, dass Hlawatsch sich darauf eingelassen habe, Klassen für berufsschulpflichtige Asylbewerber und Flüchtlinge (BAF) zu installieren. Wie berichtet, sollen diese ab dem nächsten Schuljahr ausgebaut werden.

Weitere BAF-Klassen 

Brandaktuell konnte Hlawatsch dem Stadtoberhaupt mitteilen, dass es nun für weitere vier BAF-Klassen eine Zusage gibt. Dass das reichen wird, daran hegten sowohl er als auch der OB verhaltene Zweifel. Entgegen der Prognosen seien nämlich keine sin-kenden Schülerzahlen zu verzeichnen, sondern steigende, vor allem eine Folge der Flüchtlinge, ließ der langjährige Berufsschulleiter wissen. Und auch der Lehrerversorgungsgrad sei „noch schlechter“ als vor Jahren. Beim OB stieß er damit auf offene Ohren. Dieser betonte, wie „fundamental wichtig“ es sei, „die Bedeutung der beruflichen Ausbildung weiter auszubauen“, da unsere Region, aber auch der gesamte Wirtschaftsstandort Deutschland, sonst „an Boden verliert“.

Ein Problem allerdings drückte Hlawatsch auch in den letzten Tagen seiner Tätigkeit noch: „das Raumthema“. Aber das wollten der OB und er dann doch lieber nur unter vier Augen besprechen.

Christine Tröger

Auch interessant

Meistgelesen

Feiern verbindet
Feiern verbindet
Bezirksmusikfest in Probstried
Bezirksmusikfest in Probstried
Schüler zeigen Einsatz
Schüler zeigen Einsatz
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Babys der Woche im Klinikum Kempten

Kommentare