Verabschiedung mit Prominenz

Das wird man auch nicht alle Tage erleben: Der Schatzmeister eines Ortsvereins nimmt seinen Abschied und zu diesem Anlass reist Minister Rudi Köberle zusammen mit dem CDU- Landtagsabgeordneten Paul Locherer an, um dessen Ehrung und die des bisherigen Ortsvorsitzenden Peter Dorn vorzunehmen. Nun ist Julius Hofer aber nicht „irgendwer“, sondern der am längsten amtierende CDU- Schatzmeister der Bundesrepublik und für sein Engagement in vielen Ämtern schon vor Jahren mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden.

Da muss man richtig Geschichtsstudien betreiben, wenn man bei Julius Hofer von Anfang an die politische Laufbahn aufschlüsseln will. Das hat der neue Ortsvorsitzende der CDU auch getan, nutzte aber die Gelegenheit, den beiden prominenten Politikern die Meinung der CDU über die Situation am Isnyer Krankenhaus deutlich zu machen. In dieser Situation sind sich die Fraktionen im Isnyer Gemeinderat weitgehend einig und ziehen auch am gleichen Strang. Nachdem der Christdemokraten-Standpunkt deutlich herübergebracht wurde, kam Georg Kronenwetter aber auf den Anlass des Abends zurück, und das war Julius Hofer und außerdem Peter Dorn, der ebenfalls seine Ämter abgegeben hatte. Seit 1946 hat Julius Hofer schon für seinen Vater, ebenfalls CDU-Mitglied, Beiträge eingesammelt, trat 1952 dann endgültig in die CDU ein und übernahm den Posten des Schatzmeisters von Herrn Benzinger. 1946 begann er eine Gärtnerlehre. Bereits 1948 hatte er die Gärtnerstochter Evi Grad aus Arnach kennengelernt. Die aber ging erst einmal in die Schweiz. Julius Hofer ließ sich aber nicht abschütteln, immerhin ist er Allgäuer und die sind bekanntlich zäh. 1956 wurde dann aber geheiratet und noch heute sitzen die beiden einträchtig nebeneinander und gehen ihren Weg gemeinsam. Immer aktiv Politisch war Hofer immer aktiv: Jahrzehnte lang als Gemeinderat, rund zwanzig Jahre lang im Amt des stellvertretenden Bürgermeisters. Immer um Zusammenhalt und Ausgleich in den Reihen der CDU bemüht, hatte er weit mehr für die CDU getan als von ihm zu verlangt wurde. Minister Rudi Köberle schloss sich der Ehrung an und erinnerte an das von ihm verliehene Bundesverdienstkreuz, das „Julius an diesem Abend nicht ordnungsgemäß trägt, weil er auch die Auszeichnung der Kolpingfamilie dazu angelegt hat.“ Das Überreichen einer Ehrenurkunde und, besonders zu erwähnen, der wunderschöne Blumenstrauß an seine Frau Evi, waren äußeres Zeichen für die Wertschätzung, die Julius Hofer von allen Seiten erfährt. Dank von Magenreuter Rudi Köberle sprach den Weggefährten seit frühester politischer Tätigkeit direkt an: Peter Dorn stammt ebenfalls aus einer CDU-Familie, in diesem Fall aus Leutkirch. Von seiner Mutter hat er alles mitbekommen, was er noch heute an Meinungen und Aktivitäten damit verbindet. Köberle ging auch in diesem Falle auf die lange CDU-Tradition von Peter Dorn ein. „Wir kennen uns schon seit der Zeit in der Jungen Union und immer war er für die CDU positiv und konstruktiv tätig“, sagte er. „Momentan ist Peter Dorn in einer Phase der Neuorientierung und ich hoffe, er wird auch weiterhin für die CDU tätig werden. Er ist durch und durch ein politischer Mensch und ich wünsche ihm von ganzen Herzen alles Gute.“ Bürgermeister Rainer Magenreuter fand für beide ebenfalls die passenden Worte und dankte ihnen für ihr Engagement auf der politischen Bühne in Stadt und Kreis. Julius Hofer ließ es sich nicht nehmen, einen kleinen Ausflug in die Vergangenheit zu machen und Peter Dorn hatte ebenfalls deutlich gemacht, dass er nach seinen Tätigkeiten bei der Stadt Isny, dem Abwasserverband und der CDU als Vorsitzender der Ortsverbandes und als Fraktionsführer der CDU im Gemeinderat in aller Freundschaft seine Ämter abgetreten hat. Dann, nach einer entsprechenden Einladung von Georg Kronenwetter, wurde für den gesellschaftlichen Teil das Buffet des Terrassenhotels eröffnet und mit vielen Gesprächen über das Isnyer Krankenhaus und andere regionalpolitische Themen fand der Abend seinen Abschluss. Jean-Jaques Schalekamp hatte die Aufgabe übernommen, mit seiner Gitarre den Abend musikalisch zu gestalten und er trug so dazu bei, dass die Gäste den Eindruck gewannen, an einem besonderen Ereignis beteiligt zu sein.

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