Verbot ignoriert

„Die sitzen dort in einer Reihe an der Theke und sind am Qualmen“, empörte sich unlängst CSU-Stadtrat Edgar Rölz im Ausschuss für öffentliche Ordnung über eine St.-Manger Kneipe, in der das Rauchverbot offenbar noch nicht angekommen ist. Dabei handelt es sich aber offensichtlich um eine Ausnahme, wie Sabine Colberg, Leiterin des Rechts- und Ordnungsamtes, im Gremium betonte: Grundsätzlich wird das Rauchverbot von den rund 290 betroffenen Kemptener Wirten eingehalten.

Nach Hinweisen aus der Bevölkerung und anderen Wirten hatte sich Stadtrat Edgar Rölz kürzlich auf „Kneipentour“ in seinem Stadtteil St.-Mang begeben. Und in der Tat: „Da ging es zu wie in einem Raucherclub“, berichtete er jetzt im Ausschuss und wollte deshalb wissen, welche Handhabe die Stadtverwaltung gegen solche Verstöße habe. Colberg erläuterte, dass die Verwaltung lediglich die Einhaltung des Rauchverbots nicht kontrolliere. In Sachen Lebensmittelsicherheit und Hygiene seien aber regelmäßig Kontrolleure in der Kemptener Gastronomie unterwegs. Dabei werde auch auf Aschenbecher oder andere Indizien für ein Umgehen des Gesetzes gesucht. Hohe Geldstrafen Im Übrigen sei die Verwaltung bei Verstößen gegen das Gesetz vor allem auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Allerdings gebe es davon bislang nur wenige. Wird ein Wirt trotzdem ertappt, muss er mit einer Geldbuße von 200 bis schlimmstenfalls 1000 Euro rechnen. Hält sich der betroffene Kneipier trotzdem aber auch weiterhin nicht an das Verbot, kann ihm irgendwann sogar die Konzession entzogen werden. „Denn dabei geht es auch um die Zuverlässigkeit des Gastronomen“, betonte die Amtsleiterin. Wohl zumindest auf ein Bußgeld wird sich jetzt jener St.-Manger Wirt einstellen müssen, der demnächst Besuch vom Ordnungsamt bekommt, wie Colberg ankündigte.

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