Vereinende Klänge

Der Cellist Julian Steckel (Mitte) begeisterte beim Herbstkonzert der Münchner Symphoniker, unter Leitung von Georg Schmöhe (rechts), mit Tschaikowskys „Rokoko-Variationen“.

Das „Herbstkonzert“ der Münchner Symphoniker mit einem lebhaften, präzisen Georg Schmöhe am Dirigentenpult bescherte der klassikBOX vergangenen Samstag ein nahezu volles Haus. Das mit Kompositionen von Berlioz, Tschaikowsky und Dvořák Gehör gängige Programm vereinte zudem die Generationen im Publikum: Kinder bis Senioren füllten die Reihen.

Eröffnet wurde der musikalische Reigen mit Hector Berlioz (1803 – 1869), dem wichtigsten Vertreter der romantischen Musik in Frankreich. Sein erstes Orchesterwerk „Les Francs-Juges“ op.3, hatte er ursprünglich als Oper geplant, diese aber nie vollendet. Die Ouvertüre „Les Francs-Juges“, oder zu Deutsch „Die Femerichter“, ist als eigenständiges Konzertstück aber erhalten geblieben. Die von den Symphonikern musikalisch differenzierte Interpretation des doch eher düsteren Themas rund um Vagabunden und unerbittliche Richter erntete stürmischen Applaus. Mit Julian Steckel, unter anderem Sieger des letztjährigen ARD-Wettbewerbs im Fach Cello, hatten die Münchner Symphoniker einen hochkarätigen Solisten an ihrer Seite. Virtuos und makellos meisterte Steckel die spieltechnisch sehr anspruchsvollen „Rokoko-Variationen“ A-Dur, op.33, von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky, gestaltete von anmutig bis melancholisch, um am Ende in der leidenschaftlichen Schluss-Variation zu brillieren, ohne jedoch das Orchester in den Hintergrund zu drängen. Der Lohn: stürmisches Klatschen und Trampeln. Damit war das Publikum hartnäckig genug, noch eine Zugabe herauszuschinden. Nur Cello, bekam es den von Steckel frisch vorgetragenen Marsch aus Sergej Prokofjews (1891 – 1953) Oper „Die Liebe zu den drei Orangen“. Nach der Pause bot das Orchester zum Abschluss die leichte und eher heitere Symphonie Nr. 8 in G-Dur von Antonin Dvořák, die durch poetische, tänzerische, nachdenkliche und heiter beschwingte Abschnitte führte. Stürmisch applaudierend forderte das begeisterte Publikum natürlich auch vom Orchester noch eine Zugabe ein.

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