"Vereinszweck erreicht"

Verein Soziales Dietmannsried aufgelöst

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Der 1. Vorsitzende Andreas Müller-Tolk (shinten li.), rechts daneben seine Stellvertreterin Catharina Stich und Kassier Thomas Sulzer (Mitte) stellten vom ersten Tag an den Vereinsvorstand. Für ihre Nachfolge stand niemand bereit. Zur Auflösungsversammlung fanden sich mit Sonja Köhler-Kramer (2.v.li.), Claus Pistorius (hinten re.) sowie Prof. Dr. Thomas Dill und seiner Frau Angelika Dill (beide vorne) einige treue Weggefährten der letzten Jahre ein.

Dietmannsried – Der Verein „Soziales Dietmannsried e.V.“ hat in der vergangenen Woche nach gut sechs Jahren seine Auflösung beschlossen. Einige Projekte werden unter anderer Federführung weiterlaufen.

Am 23. Oktober 2013 hatten sich zahlreiche engagierte Bürgerinnen und Bürger aus allen fünf Ortsteilen der Marktgemeinde im Saal der örtlichen Pizzeria zusammengefunden und den Verein „Soziales Dietmannsried e.V.“ ins Leben gerufen. Zu dessen erklärten Zielen gehörte es, das Gemeinschaftsgefühl im Ort durch unterschiedliche Aktionen zu stärken, die Menschen quer durch alle Altersklassen zusammenzubringen sowie die Integration von Neubürgern zu verbessern. 

Hauptvision war von Anfang an die Schaffung eines attraktiven, Generationen verbindenden Treffpunktes. Hinter diese Mammutaufgabe konnte heuer ein Häkchen gesetzt werden: Am 3. Oktober wurde der große Generationenpark an der Schule eröffnet. 

Das Projekt war zwischenzeitlich in gemeindliche Hände übergeben und nicht zuletzt dank Bürgermeister Werner Endres´ großem persönlichen Einsatz – er machte u.a. die geeigneten Fördertöpfe ausfindig – in seiner jetzigen Form verwirklicht worden. Der Verein hatte zusätzlich Spenden in Höhe von 12.900 Euro dafür gesammelt. „Mit dem Bürgerpark ist unser vorrangigstes Vereinsziel erreicht“, so die 2. Vorsitzende Catharina Stich im Rahmen der Auflösungsversammlung (zu der sieben von nur noch 17 aktiven, zahlenden Vereinsmitglieder gekommen waren). 

Eine andere öffentlich sichtbare Aktion des Vereins war die Gestaltung der beiden Kreisverkehre an der A7 mit den Ortsteilwappen. Andere Projekte laufen auch nach der Auflösung weiter. So wird der Schenktag am 1. Mai künftig vom „Dietmannsrieder Treff für nachhaltiges Leben“ durchgeführt. Das „Kleegärtle“, das über die Gemeinde läuft, bleibt ebenfalls bestehen. Und auch die Damen des Näh-, sowie des Strick- und Häkeltreffs behalten ihre Handarbeitsrunden in Eigenregie bei. Das Restvermögen des Vereins geht an die Gemeinde. Vorstand Andreas Müller-Tolk resümierte: „Wenn ich gefragt werde, ob sich der ganze Aufwand gelohnt hat, kann ich nur mit `Ja´ antworten, denn das, was entstanden ist, hat Fortbestand und war alle Zeit wert.“

Sabine Stodal

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