Vereinte Allgäuer

Es gibt eigentlich nur ein Allgäu, das teilt sich zwar noch in alle Himmelsrichtungen auf, ist aber sonst im eigentlichen Sinne zusammengehörig. So verstehen sich die Allgäuer jedenfalls fast immer und am Westallgäu- Abend am Kurhaus im Park ganz besonders. Karl Stiefenhofer und Michaela Grice hatten unter dem Segel des Pavillons die Moderation übernommen und Karl Stiefenhofer war es auch, der beim Aschermittwochgericht in Eglofs dafür sorgte, dass der 2008 gerade gewählte Isnyer Bürgermeister Rainer Magenreuter diese Veranstaltung für 2009 zusagte.

Direkt an Maria Himmelfahrt und quasi unmittelbar nach dem Allgäutag in der Fußgängerzone und der Innenstadt war im Vorfeld schon mit einem regen Betrieb an diesem Abend gerechnet worden, aber die Realität schlug alle Rekorde. Das Grußwort von Karl Stiefenhofer und die Anmoderation zusammen mit Michaela Grice, die kurze Begrüßung aller Ehrengäste dieses Abends durch Bürgermeister Rainer Magenreuter betraf wohl selten so viele Besucher an diesem Platz. Die Musikkapelle gab ihr Bestes, um für die nötige Stimmung zu sorgen und das zu diesem Anlass auch noch das Jahrgangsbier „2304“ der Brauerei Stolz angezapft und ausgeschenkt wurde, brachte zusätzlich Stimmung auf die Festwiese. Eines konnte Bürgermeister Magenreuter dem Bayerischen Ministerpräsidenten ausrichten lassen: Sein bei der Eröffnung der Allgäuer Festwoche vorgebrachter Spruch: „Es sind nicht alle Bayern Allgäuer, aber alle Allgäuer Bayern“ stimmt jedenfalls nicht. Immerhin gibt es auch ein Württembergisches Allgäu und nach Isny wird Horst Seehofer gerne einmal eingeladen. Nach dem Bieranstich übergab Hans Stolz noch einen Scheck über 400 Euro an die Stadt und vom Erlös des „Tunnelbiers“ bei der Eröffnung der Umgehungsstraße soll zusätzlich für Blumenschmuck gesorgt werden. Die Töne von Alphörnern perlten durch die laue Luft, Reden wurden zwar gehalten, aber störten nicht weiter und auch die beiden Hopfenprinzessinnen aus Tettnang fühlten sich sichtlich wohl. Zu etwas vorgerückter Stunde übergab Rainer Magenreuter dann eine 20-Liter-Milchkanne als Wanderpokal an den Gestratzer Bürgermeister Johannes Buhmann, dem die Ehre zufällt als nächster Gemeindechef einen Allgäuabend ausrichten zu dürfen. Die Pläne dafür sind auch schon fertig. Spanferkel wird es geben, frei nach dem Motto „Gezeugt und geboren in Baden-Württemberg, aufgezogen in Bayern, gemetzgert in Baden-Württemberg und verspeist in Gestratz“. Das ist Zusammenarbeit im Allgäuer Sinne. Dazu werden die Brauerei Stolz und die Postbrauerei ein obergäriges und ein untergäriges Bier brauen und wenn der Wettergott dann ebenfalls wieder so gut mitspielt wie heuer, dann wird auch dort bis in die frühen Morgenstunden weiter gefeiert.

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