Verführerisches Musikangebot in der ganzen Innenstadt

Die Gruppe „Just 4 Fun“ sorgte in der Pilsbar Chaplin für Stimmung. Fotos: nic

Auffallend viele Menschengruppen waren am in Kempten unterwegs, als der Samstag zur Neige ging. Häufig genug mit dem Ziel, möglichst viele Kostproben der Kemptener Musiknacht zu genießen. Denn das Angebot war einfach zu „verführerisch“: Einmal bezahlen, um dann in beliebig viele der 20 Lokale zu schauen, in denen Live-Musik der unterschiedlichsten Stilrichtungen gespielt wurde. Der KREISBOTE kümmerte sich diesmal mehr um den nördlichen Teil der Party-Tour, die auch per Shuttlebus zurückgelegt werden konnte.

Um es vorweg zu sagen: In den meisten Lokalen herrschte dichtes Gedränge, wohl etliche Tausende von Nachtschwärmern suchten Unterhaltung. Auch in den unteren „Stift“-Hallen (Foto) war kaum ein Durchkommen. Da hatte sich die siebenköpfige Coverband „Frequence“ (Foto) in ein kleines Areal zurückgezogen. Von dort aus präsentierten die jungen Musiker mit Sängerin Tonia ein abwechslungsreiches Repertoire, das vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. Evergreens der 80er erklangen ebenso wie aktuelle Disco-Kracher. „Alles was Laune macht“, schien die Münchner Gruppe „Angelique Rouge“ vor einer großen Zuhörerschar im „Meckatzer Bräu-Engel“ auszupacken. Rustikalen Sprüchen folgten heimische Stimmungsraketen wie die Kaiser-Franz-Parodie oder auch die angebliche „Nationalhymne der Landeshauptstadt“: „In München steht ein Hofbräuhaus“. Ein noch engerer „Belagerungszustand“ war in der Pilsbar Chaplin anzutreffen. Die Band „Just 4 Fun“ rockte, was das Zeug hielt und ließ auch berühmte Gruppen wie Abba und AC/DC aufleben. Im „Klecks“ hatten die Besucher Luft zum Atmen. Erst nach und nach füllte sich das Lokal. Die „4-Takter“ aus dem Raum Isny boten Gitarrensound ohne Rhythmushilfen und Halbplaybacks. Ewig junge Schmuselieder wie „Aber dich gibt’s nur einmal für mich“ wechselten mit den Songs einstiger Musikgrößen wie Elvis und den Beatles. Als der Kulthit „Let it be“ erklang, freute sich auch eine Gruppe junger Duracher, die nach eigenen Worten in angesagten Lokalen der Rathaus-Umgebung „schier vertappt“ worden wären. Da flüchteten sie ins ruhigere „Klecks“ und waren froh, sitzend und ohne Gedränge – und eben in bayerischer Bierruhe – ihren „Hopfentee“ genießen zu können. Schließlich seien ja die Produktionen der Show-Stars aus vergangenen Jahrzehnten auch nicht zu verachten, betonte der 21-jährige Daniel.

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