Tempo 30 erfordert Umbaumaßnahmen

Vorerst nicht überall Tempo 30

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Der südliche Teil des Aybühlwegs könnte relativ leicht in eine Tempo-30-Zone umgebaut werden. Dazu müssten die Längsparkplätze in Querparkplätze umgewandelt werden.

Auf die Schnelle wird es in Kempten keine grundsätzliche Festsetzung von Tempo-30-Zonen außerhalb von Hauptverkehrsstraßen geben. Allerdings hat der Verkehrsausschuss die Verwaltung am Mittwochnachmittag einstimmig beauftragt, die in Frage kom- menden Straßen sukzessive zu untersuchen.

Angefangen wird mit dem Aybühlweg und der Straße „Auf der Ludwigshöhe“.
In den vergangenen Jahren wurden in unregelmäßigen Abständen Anträge zur Errichtung von Tempo-30-Zonen in verschiedenen Straßen gestellt. Dies hat die Verwaltung veranlasst, ein Konzept zur flächendeckenden Errichtung von Tempo-30-Zonen außerhalb von Hauptverkehrsstraßen anzustreben, das vor einem Jahr im Verkehrsausschuss präsentiert wurde (der Kreisbote berichtete). In diesem Konzept sind folgende Straßen genannt, die aus Sicht der Stadtverwaltung in Frage kommen: Aybühlweg, Leutkircher Straße, Spatzenweg, Tiefenbacher Straße, Auf der Ludwigshöhe, Breslauer Straße, Magnusstraße, Madlenerstraße, Bodmanstraße, Dornierstraße, Ellharter Straße, Goethestraße, Maler-Lochbihler-Straße, Feilbergstraße, Pettenkoferstraße und Robert-Weixler-Straße.Für die in Frage kommenden Straßen müsste laut Markus Wiedemann, Leiter des Amts für Tiefbau und Verkehr, jeweils eine konkrete Planung erstellt werden, indem Maßnahmen dargestellt sind, die dem Charakter einer Tempo-30-Zone entsprechen. Voraussetzung dabei sei, dass „Zonenbewusstsein“ geschaffen werde durch deutlich erkennbare Eingangsbereiche und Fahrbahnverschwenkungen. „Wir können nicht jede Straße umbauen, dazu sind die finanziellen Mittel nicht da“, betonte Wiedemann.Näher betrachtet hat die Verwaltung bereits den Aybühlweg zwischen Lindauer Straße und Leutkircher Straße. Für die notwendige Umgestaltung in eine Tempo-30-Zone müssten die derzeit beidseitig vorhandenen Längsparker entlang der Fahrbahn so umgebaut bzw. ummarkiert werden, dass wechselseitig Querparkplätze angeordnet werden. Dies hat laut Wiedemann zur Folge, dass die derzeit vorhandene Breite und gestreckte Linienführung durch das Verschwenken der Parkstände deutlich unterbrochen wird und somit „Zonen-Charakter“ einer Tem-po-30-Zone verdeutlicht wird.Der nördliche Abschnitt müsste soweit geplant und umgestaltet werden, dass punktuell einzelne Parkplätze gegen- über den Baumstandorten auf der Fahrbahn markiert werden. Zusätzlich müssten die Einmündungsbereiche zum TVK baulich reduziert werden, dadurch könnten zusätzliche Parkplätze geschaffen werden. Die vorhandene Bushaltestelle müsste in diesem Zusammenhang ebenfalls soweit zurückgebaut werden, dass der Bus künftig auf der Fahrbahn hält.Planung notwendigMit diesem Beispiel verdeutlichte Wiedemann, dass die Umsetzung einer Tempo-30-Zone eine detaillierte Planung bedeutet. Deshalb wird die Verwaltung die in Frage kommenden Straßen sukzessive untersuchen und die Planungen dann jeweils im Verkehrsausschuss zur Entscheidung vorlegen.„Grundsätzlich ist unsere Haltung gegenüber Tempo-30-Zonen positiv, aber wir müssen den Einzelfall anschauen, ob es in der jeweiligen Straße wirklich sinnvoll ist“, meinte OB Thomas Kiechle. Dr. Dominik Spitzer von der FDP findet es nicht notwendig, jede Straße umzubauen. Ihm würde es in manchen Straßen reichen, wenn abschnittsweise Tempo-30-Schilder aufgestellt würden. „Wir wollen eine zeitnahe Umsetzung und nicht, dass über die letzten Straßen erst in zehn Jahren entschieden wird.“Am Ende stimmt das Gremium jedoch einhellig für den Vorschlag der Verwaltung, die Straßen nach und nach anzuschauen und den Verkehrsausschuss dann jeweils entschei- den zu lassen. Melanie Läufle

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