Wenig Raser

Ist-Lage erfassen

Isny – Der Bericht von Philipp Schneider, Leiter des Ordnungsamtes, über den Stand der Verkehrsüberwachung fiel in der ersten Bestandsaufnahme nicht besonders optimistisch aus. Wie er ver- gangene Woche im Ausschuss für Finanzen und zentrale Dienste erläuterte, wurden zwar Geschwindigkeitskontrollen gemacht, der große Gewinn stellte sich für die Stadt allerdings daraus nicht ein. Insgesamt fanden Verkehrsüberwachungen an insgesamt 120 Stunden statt, trotzdem schloss die Stadt bisher mit einem Defizit ab.

An 45 möglichen Messstellen können im Stadtgebiet die Kontrollen gemacht werden, die Kreisstraßen sind aber davon ausgenommen. Da ist noch immer der Landkreis am längeren Hebel, denn Isny ist zwar untere Verkehrsbehörde, aber eben nur für das kommunale Straßennetz zuständig. Die Gemeinderäte sahen das nicht so gravierend, denn zu allererst ist die Verkehrserziehung anzustreben und erst dann eventuell Einnahmen daraus. Das Messen ist relativ aufwendig und kann nur an Plätzen gemacht werden, an denen keine parkenden Fahrzeuge im Weg sind und genügend Autos unterwegs sind.

Situation entschärfen

Bürgermeister Rainer Magenreuter schloss sich dieser Sichtweise an. Entschärfen der Verkehrssituation steht auch für ihn im Vordergrund. Das Einsatzfahrzeug der Firma PRO Sicherheitstechnik kostet am Tag rund 750 Euro und die müssen erst einmal zusammen kommen. Die Ausgaben betrugen 20 239 Euro, die Einnahmen aus den Messungen lagen nach Abrechnung der Einsprüche bei 16 715 Euro.

Einige der Messstellen werden wahrscheinlich wegen der geringen Anzahl der Geschwindigkeitsverstöße aus dem Plan wieder herausgenommen, denn wenn Aufbau und Betrieb der Geräte sich nicht rechnen, wird man darüber nachdenken müssen.

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