Verlierer gibt es keine

Wenn es nach dem Willen der Jungen Union Westallgäu geht, dann wird an den Schulen im Landkreis künftig mit dem „Projekt 50:50“ kräftig Energie gespart. Die Schüler sollen für ein umweltbewusstes Verhalten sensibilisiert werden und aktiv an Maßnahmen zur Energieeinsparung mitwirken. Als Lohn winken den Schulen 50 Prozent der eingesparten Kosten. Die Schülermitverwaltungen sollen, in Abstimmung mit den Rektoren, frei über den Einsatz dieser Mittel entscheiden können. Die zweite Hälfte der eingesparten Kosten soll den Schulträgern zukommen.

In einem offenen Brief an alle Kommunalpolitiker und Schulleiter des Landkreises Lindau fordert die Junge Union (JU) Westallgäu die Einführung dieses Energiesparprojektes an den Schulen. Es ist erklärtes Ziel, durch richtiges, umweltbewusstes Verhalten von Schülern, Lehrern und Hausmeistern soviel Energie wie möglich einzusparen. Dabei dient die Kostenreduzierung bei Strom, Wärme, Wasser und Abfall nicht nur der Umwelt. Auch die Schulen und die Kommunen hätten einen direkten finanziellen Nutzen. Nach der Vorstellung der JU soll die Hälfte der erzielten Einsparungen den Schulen zur Verfügung gestellt werden, die andere Hälfte verbleibt bei den Schulträgern. Das „Projekt 50:50“, oder neudeutsch „Fifty-Fifty“, ist also nach der Idee benannt, die als Anreiz für Kosteneinsparungen dienen soll. Die Mittel, die den Schulen in Abhängigkeit von den Energieeinsparungen bereitgestellt werden, könnten in die Umgestaltung von Aufenthaltsräumen, in den Kauf von Spielgeräten oder in Zuschüsse für Klassenausflüge fließen. Das den Schulträgern verbleibende Geld sollte für weitere Energiesparmaßnahmen eingesetzt werden. „Bei dem Projekt 50:50 geht es nicht darum, durch hohe Investitionen Energieeinsparungen zu erzielen, vielmehr soll allein durch das richtige Verhalten der Gebäudenutzer die Umwelt geschont werden“, erläuterte Michael Braun, Vorsitzender der JU, die Idee. Wer spart gewinnt Erfahrungswerte aus bereits umgesetzten Anreizsystemen zeigten, dass sich allein durch ein umweltbewusstes Nutzerverhalten zehn bis 15 Prozent der Energiekosten einsparen ließen. Als Belohnung winkt den Schülern Geld und je mehr Energie an der jeweiligen Schule eingespart wird, um so höher ist der zur Verfügung gestellte Betrag. Auch in den Unterricht soll das „Projekt 50:50“ einfließen. So könnten die Schulen Veranstaltungen, Fachvorträge, Exkursionen und Projekttage zu den Themen Energie, Energieeinsparung und Nachhaltigkeit organisieren. Dazu hat die Junge Union bereits eine Reihe von Vorschlägen und Ideen ausgearbeitet. Sie können unter der e-Mail-Adresse projekt5050@ju-westallgaeu.de erfragt werden. Auch eigene Konzepte, Anregungen und Ideen können auf diesem Weg an die Projektinitiatoren weitergegeben werden.

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