Energiekosten senken

Besserung ist in Sicht

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Mit dem neuen Blockheizkraftwerk (rosa Bau) am Cambomare kann künftig ein Großteil der Energiekosten des Bades gedeckt werden.

Kempten – Einen Jahresüberschuss in Höhe von 871 000 Euro für das KKU (Kemptener Kommunalunternehmen) konnte Geschäftsführer Thomas Siedersberger am Donnerstagabend bei der Vorstellung des Beteiligungsberichts des Jahres 2011 im Stadtrat bekannt geben. Beim Abwasser musste er jedoch erstmals ein Minus vermelden und auch der Bereich Bäder (Cambomare) verzeichnete einen höheren Verlust als noch im Vorjahr. Mit dem Blockheizkraftwerk, das derzeit am Cambomare entsteht, sollen die Kosten jedoch künftig gesenkt werden.

Der Bereich Abwasser schloss 2011 mit einem Ergebnis von minus 457 000 Euro und war damit laut Siedersberger erstmals negativ. Grund dafür sei vor allem die zwischenzeitliche Schließung des Schlachthofs gewesen. „Das haben wir gut gemerkt.“ Positiv war dagegen die Entwicklung in der Sparte Wasser.

Einen Verlust von rund 2,4 Millionen Euro (2010: 2 Millionen Euro) gab es vergangenes Jahr im Bereich der Bäder. Schuld daran war das gute Wetter vor allem während der Ferienzeiten. Wie der KKU-Chef erläuterte, stiegen die Besucherzahlen im Freibad zwar an, „damit machen wir aber kein Geld“, verdeutlichte er. In der Bade- und Saunawelt des Cambomares waren dagegen weniger Besucher. Diese schwan- kende Besuchersituation führt von Jahr zu Jahr zu schwankenden Umsatzzahlen.

Mit verschiedenen Maßnahmen versuchen die Verantwortlichen jedoch dem negativen Betriebsergebnis entgegen zu wirken. In diesem Zusammenhang erläuterte Siedersberger, dass vor allem die Personal- und Energiekosten das Geld schlucken. Der Stromverbrauch liege bei 3,3 Millionen Kilowattstunden, was einem Stromverbrauch von 820 Einfamilien- häusern entspreche. Kostensteigerungen im Bereich der Energie hätten daher große Auswirkungen. Auch im Bereich der Personalkosten war eine Steigerung zu verzeichnen, „da wir die Erhöhung der Tarife im öffentlichen Dienst mitgenommen haben, obwohl wir nicht daran gebunden sind“, so der KKU-Chef.

Um die gestiegenen Kosten im Bereich Energie, Personal und auch Instandsetzung in den Griff zu bekommen, wurden vor wenigen Wochen die Eintrittspreise im Cambomare erhöht. „Die letzte Erhöhung war im Jahr 2008“, rechtfertigte Siedersberger. Außerdem erhalten beispielsweise die Rutschen eine Wärmedämmung, damit die Wärme besser im Bad bleibt. „Das interessanteste Projekt ist jedoch der Bau des BHKW (Blockheizkraftwerk) am Cambomare“, meinte er weiter. Im Januar sollen zwei BHKWs, die derzeit gebaut werden, in Betrieb gehen. Künftig kann so über 90 Prozent des notwendigen Stroms für das Cambomare selbst produziert werden. „Diese Investition ist mehr als wichtig für uns, damit können wir anfangs pro Jahr 140 000 Euro, später sogar 190 000 Euro pro Jahr einsparen“, betonte Siedersberger. Mit den BHKWs werden künftig auch der TVK und Teile der Jakobwiese versorgt. Dafür wurden Wärmelieferungsverträge mit dem TVK und der Sozialbau abgeschlossen.   Melanie Läufle

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