"Vertrauensvolle Zusammenarbeit"

In den vergangenen fünf Jahren war Sybille Lenz (FW) stellvertretende Bürgermeisterin von Isny, auch dem neu gewählten Gemeinderat gehört sie wieder an. Ihr Hauptaugenmerk richtete sie aber stets auf die Isnyer Schulen, Lenz führte auch den Vorsitz des Gesamtelternbeirats. Dass sie hier einen Schwerpunkt gesetzt hat, ist verständlich, immerhin hat sie vier Kinder durch das Schulsystem begleitet. Nun gibt sie den Vorsitz des Gesamtelternbeirats ab. Dem KREISBOTE hat Lenz jetzt einige Fragen beantwortet.

Wie viele Jahre waren Sie insgesamt für die Belange der Schüler und der Schule tätig? Lenz: „Wenn ich alle Schulen und Tätigkeiten mit einbeziehe, waren es 21 Jahre, als Vorsitzende des Gesamt- Elternbeirates waren es 12 Jahre.“ Was war Ihr größtes Projekt in den Jahren als Vorsitzende der Gesamtelternbeirates? Lenz: „Die Einführung der Realschule, da haben wir uns alle ganz besonders eingesetzt.“ Jetzt sind Ihre Kinder aus der Schule, waren Sie mit dem Schulsystem einverstanden? Lenz: „Bedingt, am Anfang nur zum Teil. Die Öffnung im Unterricht mit Präsentationen, Teamarbeit und Projekten, wie es jetzt fast durchgehend praktiziert werden sollte, ist für das Lernen nach der Schule besser.“ Was meinen Sie zu G8? Lenz: „G8 ist durchaus eine große Belastung, aber erzieht zu Selbständigkeit und die Absprachen der Lehrer untereinander sind sehr gut, jedenfalls bei uns.“ "Gesellschaftliches Problem" Wie stehen Sie zur so genannten Werkrealschule? Lenz: „Der Name ist nicht gut, weil er früher schon einmal benutzt wurde. Auf alle Fälle ist es ein Weg, der Hauptschule mehr Inhalte zu geben.“ Warum benötigen wir an den Schulen immer mehr Sozialpädagogen oder psychologisch ausgebildete Kräfte? Lenz: „Das ist ein gesellschaftliches Problem. Die klare Linie fehlt und Stress und Mobbing haben in allen Bereichen zugenommen. Wir gehorchten noch, aber das war auch keine Lösung.“ Wird man Sie im Schulbereich auch weiterhin antreffen? Lenz: „Wenn, dann in der Öffentlichkeitsarbeit des Gymnasiums. Wenn etwas zu Ende ist, muss man raus. Die Weichen habe ich mit gestellt.“ Wer wird Ihre Nachfolge antreten? Lenz: „Das ergibt die Wahl in der Gesamtelternkonferenz.“ Sind die Freien Wähler mit dem Ergebnis der jüngsten Kommunalwahl zufrieden? Lenz: „Ja, wir haben uns riesig gefreut. Die Freien Wähler sehen sich bestätigt.“ Welchen Eindruck hatten sie von ihrer Tätigkeit in den vergangenen fünf Jahren? Warmlaufen ist vorbei Lenz: „Ich habe gemerkt, dass ich immer mehr einbringen konnte. Meine Aufgabe im Gemeinderat hat mir sehr viel Spaß gemacht. Das war für mich ein ‘Warmlaufen’, jetzt fängt die Arbeit richtig an. Wie die Wahl des Bürgermeister–Stellvertreters ausgeht, wird sich zeigen. Die richtige Form wäre ein Aufteilen der Tätigkeiten auf alle drei Fraktionen und eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit der gewählten Vertreter.“ Die Vereidigung des Gemeinderats und die Neuwahl des stellvertretenden Bürgermeisters fand am Montag nach Redaktionsschluss des KREISBOTE statt. Ein ausführlicher Bericht folgt in der kommenden Ausgabe.

Auch interessant

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Kempten
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Bezirksmusikfest in Probstried
Bezirksmusikfest in Probstried
Feiern verbindet
Feiern verbindet
Schüler zeigen Einsatz
Schüler zeigen Einsatz

Kommentare