Viel Anerkennung

Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert und Bezirksrätin Renate Deniffel (links) mit Vertreter der einzelnen Ehrenamtsprojekte aus Kempten, die sich um den Preis des Bezirks Schwaben beworben hatten. Foto: privat

„Das Ehrenamt ist eines der wichtigsten Fundamente unseres Sozialwesens“, betonte Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert bei der Vergabe des Ehrenamtspreises des Bezirks Schwaben. Preisträger der mit 5000 Euro dotierte Anerkennung ist zwar der Verein „Selbsthilfe Augsburger Psychiatrieerfahrene (SAP)“. Doch auch mehrere Bewerbungen aus Kempten erhielten eine kleine Anerkennung.

Neben dem Verein aus Augsburg ehrte Bezirkstagspräsident Reichert auch mehrere eingereichte Bewerbungen aus Kempten mit einer kleinen Anerkennung: nebst einer Urkunde und einem Buchgeschenk eine Freikarte für die Bezirksmuseen. Vorgeschlagen wurden von Dritten die Impulse Bürgerservice Kempten, über die Menschen mit Behinderung sich selbst ehrenamtlich engagieren sowie das Redaktionsteam des „Freudentaljournals“ – hier produzieren Ehrenamtliche seit 25 Jahren im Wilhelm-Löhe-Haus eine fünfmal jährlich erscheinende Heimzeitung. Als Einzelpersonen aus Kempten waren darüber hinaus Edith Herspring, die Gründerin der Selbsthilfegruppe für Frauen mit Krebs, Maja Weber, die die Kreativwerkstatt im Sozialpsychiatrischen Zentrum leitet, und Melih Acatürk vorgeschlagen worden. Melih Acatürk ist selbst Rollstuhlfahrer, hilft jedoch Kindern mit türkischen Wurzeln bei ihren Hausaufgaben. Die Kosten für diese ehrenamtliche Tätigkeit bestreitet er aus seinem eigenen geringen Budget. Keine leichte Entscheidung Die Entscheidung unter den fast 40 Bewerbungen sei nicht leicht gefallen, bestätigten die Jury-Mitglieder, darunter der Sozialfachmann Gerd Schulze, Gertrud Kreutmayr, Leiterin der Bezirkssozialverwaltung und der stellvertretende Bezirkstagspräsident Manfred Klopf. „Jedes ehrenamtliche Engagement verdient gesellschaftliche Anerkennung“, sagte Klopf.

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