Viel Geld für die Jugend

Einstimmig hat der Jugendhilfeausschuss in seiner jüngsten Sitzung die Haushaltsentwürfe des Amts für Kindertagesstätten, Schulen und Sport – Bereich Kindertagesstätten, sowie den des Jugendamts und des Amts für Jugendarbeit abgesegnet. Während beim Jugendamt der Zuschussbedarf leicht gestiegen ist, benötigen die beiden anderen Ämter weniger Zuschuss als 2009.

Amt für Kindertagesstätten: Rund 4,54 Millionen Euro (Vorjahr: 4,55) an Zuschüssen braucht der Bereich Kindertagesstätten. Amtsleiterin Birgitt Richter zufolge ist das der größte Anteil an Zuschussbedarf im Amt. Insgesamt muss ein Minus von rund 5,6 Millionen Euro gedeckt werden (der KREISBOTE berichtete). Mit knapp 297 000 Euro mehr als im Vorjahr kann das Amt im Bereich Kitas Einnahmeerhöhungen verzeichnen. „Diese bestehen mit 230 000 Euro aus staatlichen Zuschüssen für kindbezogene Förderung und stehen in direkter Verbindung mit der Erhöhung im Ausgabenbereich“, erklärte Richter. Insgesamt ist das Amt für 16 Kinderkrippen (plus drei in Planung) mit 236 Plätzen (plus 48 in Planung), 31 Kindergärten mit 1776 Plätzen und neun Kinderhorte mit 449 Plätzen zuständig. Jugendamt: „Nicht besonders stark gestiegen“, ist laut Amtsleiter Matthias Haugg der Zuschussbedarf. 2011 sind demnach etwa 7,94 Millionen Euro nötig, 2010 waren es rund 7,85. Mit im Haushalt inbegriffen sind auch verschiedene Maßnahmen, die zur Umsetzung der strategischen Ziele der Stadt beitragen sollen. So helfen die Koki und die Jugendhilfe durch Beratungs- und Hilfsangebote die Ziele „Kempten – demographische Entwicklungen bewältigen“ und „Kempten – eine Stadt, in der möglichst alle jungen Menschen ihren Platz in der Arbeitswelt finden“ zu erreichen. Allein für diese Maßnahmen gibt das Amt rund 640 000 Euro aus. Im Bereich der Jugendhilfe machen vor allem die vollstationären Hilfen wie die Heimerziehung seelisch Behinderter, die intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung und die Hilfe für junge Volljährige in Einrichtungen mit rund 3,8 Millionen Euro einen wesentlichen Anteil der Ausgaben aus. Weitere 1,7 Millionen Euro fließen in die ambulanten Hilfen. Amt für Jugendarbeit: Der Zuschussbedarf konnte hier von circa 1,77 Millionen Euro im Jahr 2010 für den Haushalt 2011 auf etwa 1,76 Millionen Euro reduziert werden. Wie Amtsleiter Thomas Baier-Regnery mitteilte, konnte die Verbesserung vor allem durch erhöhte Einnahmen erreicht werden. Die Ausgaben in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro ergeben sich vor allem durch die Finanzierung von Projekten. So werden „zukunft bringt's“, die Schultheatertage 2011 und die Soziale Stadt unterstützt. Ferner wird Geld für die Jugendsozialarbeit an Schulen, den SJR, das Jugendhaus und die Jugendtreffs ausgegeben. Baier-Regnery verkündete außerdem, dass Kempten als eine von zwei Städten in Bayern für das ESF-Programm „Aktiv in der Region“ ausgewählt wurde. „Das Programm fördert beim öffentlichen Träger der Jugendhilfe Maßnahmen für schulisch und beruflich besonders benachteiligte junge Menschen mit einem Volumen von 500 000 Euro der Gesamtausgaben“, erläuterte er. Konkret fließen bis 2013 dazu 400 000 Euro an ESF-Mittel bei einem Eigenanteil von 100 000 Euro.

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