Viel Platz für Kinder

Spielen und Toben nach Lust und Laune – das wünschen sich viele Kinder. In zwei Wohngebieten in Kempten erfüllt sich dieser Wunsch noch heuer. Uwe Gail, Leiter des städtischen Betriebshofes, präsentierte vergangene Woche im Bauausschuss die Pläne für den Spielplatz am Reinhard-Furrer-Weg und den Spielplatz „Auf der Breite“. Auf einer großen Fläche von jeweils rund 1000 Quadratmetern mit vielen Spielgeräten kommen dabei sowohl die kleinsten als auch die etwas größeren Kinder auf ihre Kosten. Der Bauausschuss befürwortete die Planungen für beide Spielplätze einstimmig.

In den vergangenen Monaten hat die Städtebaugesellschaft (Tochter der Sozialbau) das Gebiet am Gelände nördlich des Haubensteigwegs erschlossen. Dort wird das Baugebiet Jakobswiese weiter ausgeweitet. Parallel zu den jetzt anstehenden Neubaumaßnahmen soll noch heuer der im Bebauungsplan festgesetzte Spielplatz angelegt werden. „Die Arbeiten sollen im Herbst beginnen“, berichtete Gail. Die Gestaltung des Spielplatzes zielt dabei auf eine hohe Aufenthaltsqualität für junge Familien ab und bietet ein auf verschiedene Altersgruppen abgestimmtes Spielangebot. Erschlossen wird der Spielplatz durch einen aufgrund der Höhenunterschiede zu befestigenden Weg, der die Spielbereiche trennt. „Während östlich des Weges ein Kleinkinderspielbereich mit einem multifunktionalen Spielhaus vorgesehen ist, entwickeln sich zur Hangkante Spielräume für ältere Kinder, bei denen das Bewegungsspiel und das Klettern im Vordergrund stehen“, erklärte Gail. Auf Anregung der Eltern beim Ortstermin soll zudem eine Slackline angebracht werden. Die Kosten für den Bau des Spielplatzes betragen rund 77 000 Euro. „Das ist eine sehr gelungene Planung“, freute sich Siegfried Oberdörfer (SPD). Er regte an, ob es nicht möglich sei am Spielplatz etwas anzubringen, das auf den Astronauten Reinhard Furrer hinweist. Ebenfalls noch heuer beabsichtigt die BSG den Spielplatz „Auf der Breite“ für das Wohngebiet im Bereich des ehemaligen Kreisbauhofes einzurichten. Aufgrund der vergleichs- weise geringen Anzahl von Spielflächen im Bereich Breite wurde vereinbart, dass die Hangkante zum Illervorland überwunden und als Spielfläche mitgestaltet wird. Dementsprechend wird der Spielplatz in zwei Bereiche eingeteilt. Im gebäudenahen Bereich werden Kleinkinderspielangebote wie eine Vogelnestschaukel oder Wippelemente aufgebaut. Auf Rasenflächen unter schattenspendenden Bäumen können die Kleinen herumrennen und Ball spielen. Zum Illervorland hinunter wird eine Hangrutsche angebracht. Im unteren Teil entsteht ein Aktivspielbereich mit Kletterturm und Sandspielbereich. Insgesamt fasst der Spielplatz eine Fläche von rund 1000 Quadratmetern. Damit die Spielfläche entstehen kann, muss noch abgeholzt und entrümpelt werden. Die im Bebauungsplan als zu erhalten festgesetzten Bäume bleiben stehen. Die Anwohner zeigten sich bei einem Ortstermin mit den Planungen einverstanden. Die Kosten für den Bau des Spielplatzes liegen bei etwa 75 000 Euro.

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