Viele Gründe zum Urlaub machen

Der Jahreswechsel hat uns endlich wieder einen richtigen Winter beschert. Der KREISBOTE wollte daher von der Scheidegger Kurdirektorin Sylvia Gnad wissen, wie die aktuelle Wintersaison bisher gelaufen ist, welche Ergebnisse das vergangene Tourismusjahr gebracht hat und wie sie die künftige Entwicklung einschätzt.

Frau Gnad, 2007 war Scheidegg der sonnenreichste Ort Deutschlands und hat dies auch sehr stark in der Werbung herausgestellt. Konnten Sie für die Saison 2008 davon profitieren? Wie waren die Zahlen des vergangenen Jahres? Gnad: „Ja, das konnten wir. Und nachdem Scheidegg 2008 der sonnenreichste Ort Bayerns war, war das natürlich eine gute Gelegenheit mit guter Presse nachzulegen. Unsere Zahlen sind sehr erfreulich. Kamen 2007 gut 38500 Gäste nach Scheidegg, so konnten wir 2008 mehr als 43500 Gäste begrüßen. Die Übernachtungsstatistik ist ähnlich gut. Die Nächtigungen stiegen von 397000 auf 457900.“ Endlich haben wir mal wieder einen richtigen Winter und eine gute Schneelage. Können Sie schon eine erste Beurteilung der aktuellen Wintersaison abgeben? Gnad: „Seit dem ersten Schnee werden die Loipen gespurt und die Nachfrage war und ist groß. Gerade in den Faschingsferien wurden auch die Schneealternativen angefragt, zum Beispiel die Luggi-Leitner-Lifte, Rodelmöglichkeiten und Winterwanderwege.“ Wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise rechnen viele Tourismusorganisationen mit einem Rückgang der Übernachtungen. Wie beurteilen Sie die allgemeinen Rahmenbedingungen und die Auswirkungen auf die Urlaubsnachfrage in Scheidegg? Familienangebote beliebt Gnad: „Wie immer zu dieser Jahreszeit laufen viele Marketingaktivitäten; die Nachfrage nach Informationsmaterial ist ungebrochen. Wie im Endeffekt die Buchungen sein werden, können wir erst im Laufe des Jahres beurteilen.“ Auf der Tourismusmesse in München hat Scheidegg um Gäste geworben. Gibt es Veränderungen bei der Nachfrage, welche Trends zeichnen sich für dieses Jahr ab? Gnad: „Naturziele, Gesundheit und Familienangebote stehen hoch im Kurs. Aber auch Nischenprodukte, glutenfrei-Ziele und Pauschalen werden gefragt. Spürbar ist ein steigendes Naturbewusstsein.“ „Kurz nah weg“ so lautet der Titel einer Kampagne der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT), die verstärkt für Kurzaufenthalte wirbt. Können Sie für Scheidegg den Trend zu kürzeren Urlaubsaufenthalten bestätigen? Gnad: „Die deutschen Destinationen, so wie bei uns, wurden in den letzten Jahren mehr und mehr Ziele von kurzen Zweit- und Drittaufenthalten. Wir müssen wie gesagt sehen, wie sich die Dinge dieses Jahr entwickeln.“ Scheidegg-Card kommt an Im letzten Jahr wurde die Scheidegg-Card neu eingeführt. Wie sind die ersten Erfahrungen mit der Karte, welche Reaktionen gibt es von Einzelhandel, von der Gastronomie und den Gästen? Gnad: „Die Einführung war so erfolgreich, dass seit wenigen Tagen die zweite Auflage des Scheidegger Insiders mit wesentlich mehr Teilnehmern auf dem Markt ist. Besonders gut haben sich die zugehörigen Scheidegg-Gutscheine in der Weihnachtszeit verkauft.“ Welche Neuerungen und neuen Angebote sind für dieses Jahr geplant? Gnad: „Wir sind dabei, einige neue Produkte und Angebote zu entwickeln. Wenn wir so weit sind, stellen wir sie Ihnen und den Leserinnen und Lesern des KREISBOTE gerne vor. Jetzt sind wir noch bei den Vorbereitungen.“ Zum Schluss, nennen Sie uns drei Gründe, die für einen Urlaub in Scheidegg sprechen. Was macht Scheidegg zum einzigartigen Urlaubsreiseziel? Gnad: „Erstens unsere geografisch Lage auf der Sonnenterrasse über dem Bodensee vor dem herrlichen Alpenpanorama mit der reinen Luft der Güteklasse eins. Zweitens die freundlichen Menschen und drittens die vielseitigen Angebote für Ferien, Urlaub, Gesundheit und vieles mehr. Drei Gründe sind eigentlich zu wenig.“ Frau Gnad, vielen Dank für das Gespräch.

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