Viele Raketen für die Faschingsgesellschaft

Die „Senior-Chaoten” – Vater und Sohn bzw. Schwiergersohn – bei ihrer generationenübergreifenden Gaudi. Foto: Gutsmiedl

Nichts von ihren Schwung eingebüßt haben die Narrensitzungen der Faschings-Gesellschaft Dietmannsried. Auch heuer hält die FGD-Truppe in ihrem Programm die bewährte Mischung aus brillanten und fantasievollen Show- und Gardetänzen, aus Kabarett und Kalauern parat. Vier Stunden amüsanter und kurzweiliger Streifzug durch die Straßen der Gemeinde, volle Fahrt des Narrenschiffs auf der Iller und den Weltmeeren des Allgäuer Faschings.

Eingestreut in die Show- und Gardetänze zogen die weiteren Gruppen der FGD dann einmal mehr alle Register. Der „Hausmeister der FGD“, Stephan Blind, und der „Postbote“ Stefan Fackler rückten eine Reihe lokaler Pleiten und Pannen ins Blickfeld. Zum Beipiel den etwas anderen Ausflug zweier junger Dietmannsrieder zu einem Fußballspiel des FC Augsburg. Währenddessen sich der Hausmeister über seine 500 Freunde in Facebook freute: „Einen davon kenne ich sogar.“ Der „Held vom Feld", Helmut Demeter als weltoffener Allgäuer Bauer, befasste sich mit Alternativen für die heimische Landwirtschaft, etwa Klangschalentherapie in der Milchkammer oder mögliche Fastenwanderungen Die nahe Stadt Kempten ist bei der FGD immer gut für Themen. Das „Schwarze Loch“ durfte also heuer nicht fehlen: „Was des isch, weiß i als Letzter – aber sicher wisse tuet's der Ulrich Netzer.“ Diverse Tipps zur Zukunft der bodenlosen Grube fehlten dann nicht: Mülldeponie, bis der Preis für Abfall steigt, darauf eine Solaranlage... Mitunter schien FGD-Präsident und Kapitän des Narrenschiffs, Manfred Müller, die begeisterten Besucher der Narrensitzung beim „Feuerwerk der Raketen" bremsen zu wollen, um nicht ganz aus dem Zeitplan zu geraten: „Wenn Sie wollen, gerne..., aber dann schaffen wir das Programm nicht bis 1 Uhr.“ Sogenannte Raketen, die traditionellen Begeisterungsäußerungen bei den Auftritten der FGD-Mannschaft, kosten etwas Zeit. Und Raketen feuerte das Publikum reichlich ab bis sich alle Mitwirkenden der Faschings-Gesellschaft nach fast fünf Stunden mit dem Schlusslied und „Gockolores ohe!" verabschiedeten.

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