Viele Reiter in Eisenharz

Zahlreiche Reiter waren zum traditionellen Stephans-Ritt gekommen und reihten sich zur Andacht nebeneinander auf. Foto: Schubert

Jedes Jahr am zweiten Weihnachtsfeiertag wird in Eisenharz zum Stephans-Ritt geladen. Reiterdelegationen aus der ganzen Region beteiligten sich auch am Sonntag an diesem Ritt von der Ortsmitte in Eisenharz bis zur Stephanus Kapelle am Ortsrand, dann zu einer Prozession über die Felder und zu einer Messe im Freien.

Pfarrer Ruprecht Wilburger führte nun schon zum fünften Mal zusammen mit Bürgermeister Rudi Köberle und dem Vorsitzenden des Eisenharzer Reitervereins, Bernhard Volkwein, die Prozession an. Ganz wohl war ihm dabei noch immer nicht und er hoffte, mit Gottes Hilfe im Sattel zu bleiben. Daraus machte er jedenfalls kein Geheimnis, sondern verkündete es über die Lautsprecheranlage wie seine Predigt im Anschluss daran. Seine Botschaft an die versammelten Zuhörer war klar und deutlich: „Himmel und Hölle beginnen nicht im Jenseits, sondern leben hier und heute in uns allen… Es liegt an uns, ob wir uns das Leben zur Hölle machen“, sagte er. Wer verzeihe ermögliche einen Neuanfang für andere und könne selbst seelisch wachsen und zum Guten wandeln. „Handeln wir so, sind wir auf der Spur des Hl. Stephanus. Wie Jesus verzeiht auch er seinen Peinigern… Es darf nicht sein, dass die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wird. Das ist gegen den Willen Gottes“, betonte er. Nach der Andacht setzte sich die Prozession wieder in Richtung Ortsmitte in Bewegung. Die Musikkapellen Siggen und Eisenharz sorgten für einen musikalischen Rahmen und bis zuletzt sorgte der Sonnenschein für erträgliche Temperaturen für Reiterinnen, Reiter und Zuschauer. Im Anschluss spielte die Musikkapelle Siggen noch im Gemeinschaftssaal auf und mit diesem Ausklang bei Kaffee, Glühwein und einem Vesper und so manchem Gespräch endete die Veranstaltung.

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Kempten
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Shawn James im "mySkylounge"
Shawn James im "mySkylounge"
Schüsse im Wald führen zu Großeinsatz der Polizei
Schüsse im Wald führen zu Großeinsatz der Polizei
EEG ein "teurer Irrweg!"
EEG ein "teurer Irrweg!"

Kommentare