Vieles bleibt in der Schwebe

Über den aktuellen Stand in Sachen Mobilfunkanlagen und Suchkreise informierte Uwe Weißfloch vom Stadtplanungsamt vergangene Woche im Bauausschuss. Mit der Errichtung eines UMTS-Sendemasten 50 Meter nördlich des Wasserbehälters für den Suchkreis Lenzfried sei erst 2011 zu rechnen. Als Grund nannte er die Verzögerung beim Vertragsabschluss zwischen Eigentümerin und Netzbetreiber O2. Die Planungen für die Errichtung des Mobilfunkmasten könne seitens O2 damit erst im vierten Quartal 2010 erfolgen.

Die neue GSM-Anlage von O2 auf dem Hochhaus der Sozialbau in der Robert-Weixler-Straße 13 für den Suchkreis Klinikum sei seit Januar in Betrieb. Noch nicht in trockenen Tüchern sei der Ersatzstandort für die auf dem Schachenmayr-Grundstück im Bereich Ellharten/Eggen aufzugebende Anlage der Betreiber O2, E-Plus und Vodafone. Da die Firma Hönig nicht bereit gewesen sei, auf ihrem Kamin einen Mast errichten zu lassen, sei zunächst ein Neubau auf dem Schachenmayr-Grundstück diskutiert worden, der an „unterschiedlichen Preisvorstellungen“ gescheitert sei. Im Sinne des „dialogischen Verfahrens“ werde derzeit ein Grundstück diskutiert, das als Kleingartenfläche genutzt wird, unmittelbar südlich an das Schachenmayr-Grundstück angrenzt und noch unterhalb der bewaldeten Hangkante liegt. Eine Kündigung der Kleingartennutzung könne erst zum Jahresende erfolgen, weshalb Schachenmayr den Mietvertrag bis Ende 2011 verlängern werde. In diesem Zeitraum werden die bestehenden GSM-Anlagen teilweise bereits um UMTS-Anlagen ergänzt. Derzeit würden die drei Anbieter den Alternativstandort auf funktechnische Tauglichkeit prüfen. In den nächsten Wochen soll das entsprechend ergänzte Immissionsgutachten, das voraussichtlich „ähnlich günstige Strahlenbelastungen“ wie der jetzige Standort erwarten lasse, dem Bauausschuss vorgestellt werden. Ihren GSM-Standort Im Thingers 26-28 wolle die T-Mobile GmbH zusätzlich als UMTS-Standort aufrüsten, so Weißfloch weiter. Da der Standort bezüglich der Strahlenbelastung eher als ungünstig einzustufen sei, habe die Stadt acht Alternativen zur Prüfung vorgeschlagen. Dabei handle es sich um Hochhäuser der Sozialbau am Bachstelzen- und Schwalbenweg. In einer der nächsten Sitzungen werde das entsprechende Immissionsgutachten dem Ausschuss vorgestellt. Nicht verhindern konnte die Stadt die bereits 2007 eingereichten Pläne der Deutschen Funkturm AG für den Standort Auf der Breite. Vor dem Verwaltungsgericht Augsburg hat sich die Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom die Errichtung eines bis zu 27,5 Meter hohen Mobilfunkmast und eines Technikcontainers auf dem Gelände der Polizeidirektion erstritten. Seit Januar liege die Standortbescheinigung der Bundesnetzagentur für die GSM- und UMTS-Mobilfunkanlage vor, sodass mit der Inbetriebnahme kurzfristig zu rechnen sei. Dafür werde der immissionstechnisch ungünstige Standort am Taxisweg aufgegeben. Damit ergebe sich eine insgesamt geringere Strahlenbelastung für die Bevölkerung. Die Immissionskarte vom Umweltinstitut sei bereits aktualisiert und werde nach Inbetrieb- beziehungsweise Außerbetriebnahme der Anlagen ins Internet gestellt.

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