"Vielfältige Wertschöpfung"

Mit viel „Herzblut“ vom Fischereiverein Notzenweier wurden am Notzenweiher bei Betzigau Streuwiesen wieder freigelegt, um vielfältige Pflanzen und Tiere zu erhalten. Nun würdigte das Landratsamt die private Initiative des Fischereivereins Notzenweiher.

Projekte mit regionalen Akteuren seien „Modelle für die Zukunft“ erklärt Stefan Pscherer, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes Oberallgäu/Kempten. Hier sei „Herzblut“ im Spiel und würde über Jahre fortgesetzt. Der Vorsitzende des Landschaftspflegeverbandes Oberallgäu-Kempten, Herbert Seger, würdigte das Projekt vor allem wegen seines bedeutsamen Hintergrundes, der Allgäuer Moorallianz. Er sei sich sicher, dass der Erfolg am Notzenweiher noch weitere Nachahmer finden werde. Inzwischen würden einige Landwirte wieder Streu einkaufen, somit habe das Projekt eine vielfältige Wertschöpfung sowohl ökologisch als auch wirschaftlich, so Seger. Die Moor- und Streuwiesenstandorte werden von zahlreichen Tierarten benötigt. Die Raupe des Hochmoorgelblings beispielsweise ernährt sich von schwachwüchsigen Rauchbeeren, die unter anderem am Rande von intakten Moorflächen wachsen. Der spätere Falter benötigt blütenreiche Streuwiesen, die als „Tankstellen“ dienen. Fehlen diese, brechen die Falterpopulation rasch zusammen oder verschwinden. Büsche entfernt Im letzten Winter wurden gezielt vom Fischereiverein Notzenweiher Büsche und Bäume entfernt, damit sich dort wieder die lichtbedürftigen und konkurrenzschwachen Streuwiesen- und Moorarten entfalten können. Rund acht Prozent aller klimarelevanten Treibhausgase in Bayern entstammen den entwässerten Mooren. „Moorschutz ist praktizierter Klimaschutz“, betonte daher Stefan Pscherer.

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