"Vielfalt in der Einheit stärken"

Beim „Dischkurs” der CSU in Altusried dabei: Ortsvorsitzender Ralf Guggenmos (v.l.), Pfarrer Anton Zech und Pfarrer Sebastian Strunk. Foto: privat

Die Neuordnung der Pfarreien und die seelsorgerischen Strukturen in der Gesamtgemeinde Altusried waren Thema beim „Dischkurs", zu dem der CSU-Ortsverband unter Vorsitz von Ralf Guggenmos eingeladen hatte. Der Diskussion stellten sich der neue katholische Pfarrer Anton Zech und der evangelische Pfarrer Sebastian Strunk.

Die Diözese Augsburg befindet sich in einem Umstrukturierungsprozess. Ausgelöst durch Veränderungen in Kirche und Gesellschaft und auch aufgrund des Priestermangels wurden in den vergangenen Jahren Pfarreien zu Seelsorgeeinheiten zusammengefasst. In der Gesamtgemeinde Altusried gehören die katholischen Pfarreien Frauenzell, Kimratshofen, Krugzell, Muthmannshofen und Altusried zu einer Seelsorgeeinheit. Neuer Pfarrer der Seelsorgeeinheit Altusried mit ihren rund 7500 Katholiken ist seit einigen Monaten Anton Zech (der KREISBOTE berichtete). Bei seiner seelsorgerischen Arbeit wird er von zwei pensionierten Geistlichen und von zwei Gemeindereferentinnen unterstützt. Was ihm am Herzen liegt, ist das Zusammenwachsen der Pfarreien und der rege Austausch der Gläubigen untereinander – und zwar über die Ortsgrenzen hinaus. Man sollte am Sonntag auch mal in eine andere Kirche gehen, meinte Gerhard Mösle, Kreisrat und stellvertretender Vorstand der CSU in Altusried. Altbürgermeister Hans Rausch plädierte in diesem Zusammenhang dafür, die Vielfalt in der Einheit zu stärken. Dieses Ziel habe man auf politischer Ebene auch bei der Gemeindegebietsreform im Jahr 1972 umgesetzt. Auch in der evangelischen Kirche zeichne sich ein Problem mit dem Priesternachwuchs ab, berichtete Pfarrer Sebastian Strunk. „Die starken Jahrgänge gehen in den Ruhestand.” Er betreut derzeit nach eigener Aussage auf rund 100 Quadratkilometern Fläche 1200 evangelische Christen in fünf Ortschaften. Pfarrer Strunk möchte langfristig neben der sonntäglichen Messe auch ganz neue Formen von Gottesdiensten anbieten. „Wir denken da an eine Abendfeier zum Feierabend.” Im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit sei in den vergangenen Jahren viel aufgebaut worden. „Das ist unsere Zukunft.” Zu viele Kreuze Weiteres Thema beim CSU-Dischkurs war die Situation an der Kreuzwallfahrt Gschnaidt. Mittlerweile seien es viel zu viele Grabkreuze, die dort in Erinnerung an Verstorbene aufgestellt werden. „Irgendwann ist der Wald voll”, hieß es daher bei der Versammlung. Auch wenn das Aufstellen eines Grabkreuzes ein wichtiger Teil der Trauerarbeit sei, müssten langfristig alte Kreuze abgebaut und entsorgt werden.

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