In Vielfalt vereint

Unser Foto zeigt Michael Piesbergen Präsident vom Lions-Club Kempten-Buchenberg mit Jana, einer Beschäftigten in der Schreinerei. Foto: mori

„Jetzt machen wir mal eine gescheite Nachtschicht in der Schreinerei“, legten sich die rund 20 Mitarbeiter mit Behinderung der Allgäuer Werkstätten (AW) für die Mitglieder des Lions-Clubs Kempten-Buchenberg ordentlich ins Zeug. Gemeinsam nämlich werkelten sie an den begehrten Holz-Vogelhäuschen. Das hatte einen guten Grund: „Wir verkaufen seit einigen Jahren beim Weihnachtsbasar in der Kemptener Fußgängerzone Produkte mit einem sozialen Hintergrund.“ Vielfach wurden Plätzchen verkauft – diesmal sollen am heutigen Samstag, 26. November, ab 10 Uhr die Vogelhäuschen im Mittelpunkt stehen.

„In Vielfalt vereint“ ist das Motto von Michael Piesbergen, dem aktuellen Präsidenten des LC Kempten-Buchenberg. Ob mit Ikarus Thingers, beim Laufsportfest mit dem Verein Körperbehinderte oder den Allgäuer Werkstätten – ihm ist in seinem Präsidentschaftsjahr das Thema Inklusion wichtig. Sehr gerne ging daher auch Max Hold als Betriebsleiter auf das Ansinnen ein, in der Schreinerei gemeinsam mit den Menschen mit Behinderung zu arbeiten. Geschäftsführer Michael Hauke freute sich über die Anfrage, konnten die Beschäftigten mit Behinderung doch so nach außen hin zeigen, welch gute Arbeit in dieser Fachabteilung der Allgäuer Werkstätten geleistet wird. Für die Abendarbeit bekam das Schreinerteam extra andere Arbeitszeiten. Stolz zeigten sie den Gästen, welche Handgriffe nötig sind: hier ein präzises Loch bohren, dort ein Holz von der Rinde befreien, zwei andere Hölzer gut verleimen oder beim Holzbock die Verankerungen schrauben. Jeder der 20 Lions-Gäste schaute mal dem einem, mal dem anderen Mitarbeiter mit Behinderung über die Schulter, um dann diesen Handgriff selbst auszuprobieren. Beide Teams, Schreinerei und Lions, hatten großen Spass an der Zusammenarbeit. „Es ist erstaunlich, was hier geleistet wird“, zollte Michael Piesbergen der Arbeitsleistung großen Respekt. Bei einer Brotzeitpause gab es neben der gemeinsamen Arbeit Gelegenheit, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Für die Beschäftigten mit Behinderung war es eine außerordentliche Wertschät-zung ihrer Arbeit, die ihnen wieder einmal zeigte: „Meine Arbeit ist wichtig.“

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