Zarte Weihnachtsklänge

Vivid Curls übertreffen in der Sankt-Georgs-Kirche alle Erwartungen

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Die vier Interpretinnen hatten schon mit dem ersten Lied das Publikum in ihren Bann gezogen.

Isny – Es war mit Abstand die größte Veranstaltung aus der Reihe „Zwischentöne“, die vom Kulturbüro und der Isny Marketing GmbH ganz bewusst ins Programm des Isnyer Weihnachtsmarkts gelegt wurde und in der Sankt-Georgs-Kirche am Samstag stattfand.

„Schneeflocken Nacht“ heißt das neue Programm, mit dem die „Vivid Curls“ in der Weihnachtszeit unterwegs sind.

Inka Kuchler und Irene Schindele sind im Allgäu längst ein Begriff geworden und die Veranstaltung war so was von ausverkauft, dass trotz der Größe der Kirche noch Konzertbesucher in den Seitengängen Stehplätze einnehmen mussten. Zwei weitere Musikerinnen hatten die „Vivid Curls“ noch dazugenommen und damit bei der Auswahl wieder einmal ein sicheres Händchen gezeigt.

Hedwig Roth, eine alpenländische Jodlerin, und Martina Noichl, eine wunderbare Harfenistin, passten bestens ins Programm. Weihnachtslieder? Aber sicher! Aber wie… Da standen die vier im Altarraum der Kirche, Martina Noichl setzte sich an ihre Harfe und dann begann sie, zarte Harfenklänge ins Kirchenschiff zu schicken.

Inka Kuchler und Irene Schindele begannen zart und trotzdem ganz auf ihre Stimmlagen festgelegt, „Leise rieselt der Schnee“ zu singen. Hedwig ­Roth unterlegte das Lied mit einer Art zu jodeln, die das Kirchenschiff öffnete und die ganze Weite der Voralpenlandschaft erahnen ließ. Es hätte einen nicht gewundert, wenn aus der Decke des Gewölbes nun tatsächlich Schnee ins Kirchenschiff gefallen wäre.

Dreiergesang, Harfenklänge, Gitarrenpassagen, Solostücke und Zwischenkommentare der Vivid Curls verwebten sich zu einem Stoff, aus dem sonst nur Märchen sind. Klänge, wie geschaffen für diesen Abend in der Kirche. Wenn man das Gefühl bekommt, hunderte von Zuhörern würden die Luft anhalten, muss vorne auf dem Podest schon etwas Großartiges passieren. Das Publikum war hin und weg.

Mehr als zwei Stunden dauerte das Konzert und erst beim Hinausgehen spürte man die Kälte in der Kirche, die längst durch Jacken und Mäntel gekrochen war. Das war sowieso nicht so schlimm, denn was passt besser zur Schneeflockennacht als winterliche Kälte? 

Manfred Schubert

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