Umwelt statt Verkehr

Volker Reichle ist der neue Leiter des Amtes für Umwelt- und Naturschutz

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Volker Reichle (Mitte), der neue Leiter des Amtes für Umwelt- und Naturschutz, im Gespräch mit Rechtsreferent Wolfgang Klaus (li.) und OB Thomas Kiechle.

Kempten – 18 Jahre lang war er Kemptens „Verkehrsminister“, wie er es selbst nennt, seit 1. März leitet er nun das Amt für Umwelt- und Naturschutz. Am Dienstagnachmittag wurde Volker Reichle offiziell in seiner neuen Funktion im Rathaus vorgestellt.

Mit Reichle wurde für die Nachfolge des langjährigen Umweltamtleiters Claus-Dieter Jaskolka ein „Insider der Verwaltung gefunden“, der bereits seit 1987 bei der Stadt tätig sei, sagte OB Thomas Kiechle. Von 1992 bis 2000 sei Reichle bereits Stellvertretender Leiter des Umweltamts gewesen, ehe er das im Jahr 2000 neu geschaffene Amt für Verkehrswesen übernommen hatte. Nach der Verwaltungsumstrukturierung leitete der 59-Jährige ab 2011 die neugebildete Abteilung Verkehrswesen im Amt für Tiefbau und Verkehr. In den 18 Jahren als Zuständiger für den Verkehr habe Reichle seine „ruhige, überblickende Art, mit der er auf die Bürger zugegangen ist, ausgezeichnet“, lobte Kiechle. Somit sei Reichle „ein hervorragender Mann für die ebenfalls ganz wichtige Aufgabe“ im Umweltamt.

„Für mich war es mit 59 Jahren die Entscheidung, ob ich nochmal etwas Neues beginne, oder das ‚Alte‘ bis zum Ende mache. Das Verkehrswesen hat mir immer viel Spaß gemacht, aber ich habe mich trotzdem für das Neue entschieden“, erklärte Reichle seinen Wechsel. Im Umweltamt hat er es nun überwiegend mit Gesetzesvollzug zu tun (z.B. Immissionsrecht, Abfallrecht, Umweltschutz). „Der Gestaltungsspielraum ist eher gering“, meinte er. Was ihm aber bleibe, sei die Auseinandersetzung mit den Bürgern. Reichle glaubt, dass er viel Freude an seinen neuen Aufgaben haben wird. Erst einmal müsse er sich einarbeiten, denn als er das Umweltamt 2000 verlassen habe, sei gerade die 21. Immissionsschutzverordnung erlassen worden, mittlerweile gebe es 42.

Wolfgang Klaus, Referent für Recht, Finanzen und Sicherheit, dem das Umweltamt unterstellt ist, ist froh, dass mit Reichle ein Amtsleiter gefunden wurde, der sich sowohl im verwaltungstechnischen Bereich gut auskenne und auch Sinn für die politische Arbeit habe.

Die Abteilung Verkehrswesen im Tiefbauamt übernimmt übrigens Gabriele Seling, bislang Mitarbeiterin unter Reichle.

Melanie Weidle

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