"Vom Ziel her denken"

Aus den Händen von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (links) nimmt Baureferentin Monika Beltinger die Teilnehmerurkunde für das Pilotprojekt entgegen. Foto: privat

Anlässlich der Auftaktveranstaltung zum bundesweiten Pilotprojekt „Masterplan 100 % Klimaschutz bis 2050“ beglückwünschte Bundesumweltminister Norbert Röttgen jetzt in Berlin 19 ausgewählte Pilotkommunen – darunter die Stadt Kempten als eine von zwei bayerischen Kommunen – und lobte die große Verantwortung und die Vorbildrolle, die die Kommunen damit für den Klimaschutz übernehmen.

Bei dem mit insgesamt zehn Millionen Euro geförderten Projekt entwickeln die ausgewählten Kommunen langfristige Zukunftsstrategien für einen generationenübergreifenden Zeitraum bis 2050 mit dem Ziel, bis dahin die Menge der heute anfallenden klimaschädigenden Emissionen, der sogenannten „Treibhausgase“, um 95 Prozent zu reduzieren. Die Stadt Kempten erhält für diese anspruchsvolle Aufgabe eine Gesamtfördersumme von 400 000 Euro. In seiner Ansprache an die kommunalen Vertreter betonte Bundesumweltminister Röttgen, dass es wichtig sei, das Thema Klimaschutz 2050 vom „Ziel her zu denken“ und die Menschen bei der Gestaltung dieser Aufgabe mitzunehmen. Gerade die Kommunen und Landkreise spielten bei der Umsetzung der politisch beschlossenen Energiewende eine entscheidende Rolle, sagte er. Für die Stadt Kempten nahmen Baureferentin Monika Beltinger und Klimaschutz- manager Thomas Weiß eine Teilnehmerurkunde aus den Händen von Bundesumweltminister Röttgen entgegen. Bei Verabschiedung des integrierten Klimaschutzkonzeptes hatte der Kemptener Stadtrat bereits 2011 beschlossen, über den Zeithorizont 2020 hinausgehend einen Masterplan 2050 aufzustellen, der Strategien entwickelt, um das ehrgeizige Ziel in diesem Zeitraum auch zu erreichen. Im anschließenden Workshop mit den anderen ausgewählten Pilotkommunen diskutierten die Gemeinden und Kommunen mit den Klimaschutz-Verantwortlichen im Bundesum- weltministerium über konkrete Klimaschutz- und Energieeinsparmaßnahmen, die in den verschiedenen Kommunen bereits erfolgreich umgesetzt werden. Ebenso wurde über Bereiche gesprochen, in denen es noch keine zufriedenstellenden Lösungen gibt wie zum Beispiel bei Verkehr und Mobilität. Besonders betont wurde in der Diskussion, dass Klimaschutz eine Querschnittsaufgabe sei, die alle kommunalen Bereiche und alle Politikfelder tangiert. Gerade die Kommunikation und die allgemeine Bewusstseinsbildung spielten eine sehr wichtige Rolle bei der Entwicklung und Umsetzung langfristiger, funktionierender Klimaschutzkonzepte.

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