Von der Me 109 bis zum A 380

Ein Flug quer durch halb Europa hat Viforel Babaca aus Rumänien nicht davon abgehalten, beim größten Fliegertreffen Deutschlands in Tannheim dabeizusein. Für die weiteste Anreise überreichte ihm Verena Dolderer ein Erfrischungsgetränk und einen Pokal. Foto: Würzner

Die Beliebheit und Anziehungskraft vom Tannheimer Flugplatz für Piloten und Flugzeugfans ist ungebrochen. Im Gegenteil: Die Highlights des Fliegertreffens Tannkosh steigern sich sogar von Jahr zu Jahr. Der Vorbeiflug einer Messerschmidt Me 109 und die imposante Silhouette eines Airbus A 380 in geringer Höhe mit ausgefahrenem Fahrwerk sind nachhaltige Eindrücke.

Für ältere Semester verband sich jetzt mit dem Anblick und dem Klang des Motors des Standardjägers der deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg die Erinnerung an ihre mehr oder weniger erfreuliche Jugendzeit. Und das größte Passagierflugzeug der Welt beeindruckt alle Altersklassen. Nur so ist es zu erklären, daß für weit mehr als 1000 Pilotinnen und Piloten das olympische Prinzip „Dabei sein ist alles“ immer noch die Mühe und den finanziellen Aufwand rechtfertigen, nach Tannheim zu kommen. Ganz abgesehen davon, dass die Fliegerparty inzwischen einen legendären Ruf genießt. Die Präsenz einer Transall der Bundesluftwaffe und eines Polizeihubschraubers vom Typ Super Puma verdeutlichten, dass auch der Segen von offizieller Seite gegeben ist. Der Name „Tannkosh“ (Tannheim + Oshkosh) ist vom größten amerikanischen Fliegertreffen im US Staat Wisconsin abgeleitet. Der Grasplatz wenige Kilometer westlich von Memmingen, betrieben von der Familie Dolderer, ist zum Mekka der tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten geworden. Sohn Matthias, der den Virus Luftfahrt mit der Muttermilch eingetrichtert bekam, hat durch seine Erfolge beim „Red Bull air race“ den Bekanntheitsgrad noch gesteigert. Bis zur rumänischen Schwarzmeerküste ist er in der Luft vorgedrungen und von Viforel Babaca, Pilot einer DA 40 TDI Diamond, vernommen worden. 900 nautische Meilen (rund 1620 Kilometer) lang war die Strecke vom Flugplatz Tusla (LRTZ) bis ins Allgäu. In Bukarest tat er sich mit drei Yak 52 zusammen, die ihm allerdings nur als Formationsflieger Gesellschaft leisteten. Im Cockpit konnte er nach bester Charles Lindbergh-Manier nur Selbstgespräche führen. Gelohnt hat es sich allemal, den Pokal und einen Gutschein für 100 Liter Flugbenzin für die weiteste Anreise, die ihm Fluglehrerin Verena Dolderer als Anerkennung für diese Leistung überreichte, wird zu Hause in Rumänien bestimmt gebührlich bewundert. Dass Viforel Babaca im kommenden Jahr seine Trophäe verteidigen wird, ist bei Piloten Ehrensache.

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