Vorerst keine Ampel am Ärztehaus

Wegen der zahlreichen Fußgänger, die im Bereich des neuen Ärztehauses die Bahnhofstraße überqueren, hatte Stadtrat Karl Sperl (CSU) beantragt, an der Kreuzung Bahnhofstraße/Haubenschloßstraße eine Ampel zu installieren. Im Zuge der Erörterungen zu diesem Thema jüngst im Verkehrsausschuss zog Sperl seinen Antrag wegen der noch zu erwartenden Änderungen (Postfiliale) dann jedoch wieder zurück.

Um die Bahnhofstraße auf dem kürzesten Weg zu überqueren, laufen die Fußgänger meist über den Grünstreifen in der Mitte der vierspurigen Straße. Sperl zufolge würde eine Ampel in diesem Bereich helfen, die Menschen geregelt über die Straße zu führen. Das Tiefbauamt zählte laut Amtsleiter Markus Wiedemann jüngst über sieben Stunden, von morgens bis nachmittags, alle Fußgänger, die ohne Benutzung der Ampel beim Forum zwischen der Haubenschloßstraße und der Albert-Ott-Straße bzw. zwischen der Albert-Ott-Straße und der Hirschstraße die Straße passierten. Beim Ärztehaus kam es dabei zu 315 Querungen, zwischen der Albert-Ott-Straße und der Hirschstraße sogar zu 528. Damit ist die Zahl der Fußgänger, die ohne Ampel über die Straße laufen trotz der nahe gelegenen Ampeln am Forum in diesem Bereich wesentlich höher als am Ärztehaus. Unauffällige Situation Bei einer sogenannten Verkehrsschau überzeugten sich auch Polizei und Verkehrsamt von der Situation. Wiedemann zufolge ist nach Aussage der Polizei die Unfallsituation mit Fußgängern an beiden Streckenabschnitten völlig unauffällig. „Offensichtlich queren ‘fitte' Fußgänger, für die das kein Problem darstellt“, erläuterte er: „Für andere Fußgänger gibt es zwei mit Ampeln gesicherte Überquerungsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe.“ Eine zusätzliche Ampel oder wie von der CSU beantragt, die Errichtung einer Querungshilfe, würde laut Wiedemann zu keiner tatsächlichen Verbesserung der vorhandenen Situation führen. Michael Hofer (UB/ödp) gab jedoch zu bedenken, dass sich die Situation aufgrund der Verlegung der Postfiliale ins Forum (der KREISBOTE berichtete) verschärfen könnte. Daher sollte die Entwicklung in diesem Bereich beobachtet werden. Sperl zog seinen Antrag vorerst zurück, beauftrage die Verwaltung aber, die Entwicklung zu beobachten und zu prüfen, wie die Ampel an der Einmündung Haslacher Straße genutzt wird. Ansonsten wäre zu überlegen, ob diese abmontiert wird und dafür an der Haubenschloßstraße errichtet wird.

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