Vorfreude auf den Start

Harald Knees, künftiger Schulleiter, und Renate Immler, Vorsitzende des Trägervereins „Kentenich-Pädagogik e.V.“, freuen sich über die mit Bedacht ausgewählte Ausstattung und besonders über die kindgerechten, nach vorn und zurück beweglichen Stühle. Foto: Tröger

Was lange währt, wird endlich gut. Ein Satz, der sicher auf die Entstehungsgeschichte der Josef-Kentenich-Schule in Leubas (der KREISBOTE berichtete mehrfach) zutrifft. Am kommenden Sonntag, 9. September, wird die katholische Grundschule feierlich mit einem Familiengottesdienst, einem anschließenden Festakt mit Segnung und einem bunten Kinderprogramm eingeweiht.

Erste Pläne für die Schulgründung habe es bereits vor zehn Jahren gegeben, blickt Renate Immler, Vorstand des Trägervereins „Kentenich-Pädagogik e.V.“, zurück. Intensiv arbeite das Team allerdings erst seit etwa fünf Jahren an der Verwirklichung. Seinerzeit sei der Lehrer und künftige Schulleiter Harald Knees bereit gewesen, „einzusteigen und Verantwortung zu übernehmen“. Zwei Klassen – eine erste und eine dritte – mit insgesamt 17 Schülerinnen und Schülern sollen nun am kommenden Donnerstag, 13. September, erstmals am Unterricht in der neuen Schule teilnehmen. „Unser Problem ist allerdings, dass wir noch viel zu wenig bekannt sind“, und, wie Knees anfügt, „das neue Konzept“ noch keine Referenzen aufweisen könne. „Die Eltern müssen hier natürlich Pioniergeist mitbringen“, freut er sich über dennoch viele Anfragen von Eltern. Diese hätten allerdings nicht immer die Voraussetzung einer „christlichen Grundeinstellung“ mitgebracht. „90 Prozent der Schulkinder müssen sogar katholisch sein“, präzisiert Immler die Vorgaben. Viele Werte der Kentenich-Pädagogik – basierend auf Vertrauens-, Bindungs-, Bündnis-, Ideal- und Bewegungspädagogik – „werden in normalen Schulen nicht berücksichtigt“, betont Knees. Bei Kentenich stehe das Kind im Vordergrund. „Wenn sie sich wohl fühlen, lernen sie auch“, bekräftigt Immler die Ausrichtung der Pädagogik am Kind. Für die Wohlfühlatmosphäre in den Räumen der ehemaligen Leubaser Grundschule „haben die vielen, an Wochenenden bis zu 25 Helfer hier auf der Baustelle“ gesorgt. Nur Fußbodenheizung und Parkett seien von Firmen gemacht worden, der Rest in ehrenamtlicher Eigenleistung – „alles finanziert durch Spenden und Privatkredite“, freut sie sich. Besondere Details Mit zurückhaltendem Stolz zeigen die beiden Mitgründer der Privatschule besondere Details, während fleißige Hände noch an allen Ecken werkeln. Zum Beispiel die Garderoben mit Sitzbänken aus Naturholz. „Aus dem Katalog wären sie von der Stange gewesen und viel zu teuer“, erklärt der designierte Schulleiter. Deshalb habe man sich zusammengesetzt, sie selbst entworfen und „passgenau“ selbst angefertigt. „Wir haben viele stille Helden, die das Projekt erst möglich machen“, frohlockt er. Auch die Kommoden, in denen jedes Kind seine eigene Schublade erhalten werde, seien bedarfsgerecht entwickelt worden. Für eine „gute Lernatmosphäre“ habe man vom Licht bis zum Mobiliar alles aufeinander abgestimmt, so Immlers Hinweis. Eine Besonderheit seien auch die Tafeln. Entsprechend dem Heftformat der Schulkinder sind sie im „hochkant“ und so für die jungen Kinder einfacher zu koordinieren, erklärt Knees. Dabei weist er auch auf die ergänzenden „interaktiven Tafeln“ in den Klassenzimmern hin. Große Vorfreude „Rückzugsecken“ sollen in den Wohlfühlklassenzimmern ebenfalls nicht fehlen, die in eineinhalb Metern Höhe im hinteren Bereich der Klassenzimmer schweben sollen. Nach der langjährigen Arbeit freuen sich Knees und Immler sowie das Helferteam, dass es schon bald richtig los gehen kann. Für das Einweihungsfest wünschen sie sich natürlich „viele Besucher“, gerne auch noch ein paar interessierte Eltern, denn „einige Plätze sind noch frei“, meint Immler. Weitere Infos zum Einweihungsfest am kommenden Sonntag, 9. September, ab 11 Uhr und der Kentenich-Schule gibt es auch im Internet unter der Adresse www.josef-kentenich-schule.de.

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